"Schwarzwild stärker bejagen"

Wenn es nach Jägerschaft und Landvolk geht, werden Wildschweine künftig ganzjährig bejagt
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Afrikanische Schweinepest: Jägerschaft und Landvolk veröffentlichen gemeinsames Positionspapier

kb. Landkreis. Mit einem gemeinsamen Positionspapier reagieren der Landvolk-Kreisverband Lüneburger Heide und die Jägerschaften Landkreis Harburg, Fallingbostel und Soltau jetzt auf die zunehmende Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Diese stelle eine außerordentliche Bedrohung sowohl für die Schweinehaltung in Deutschland als auch das Schwarzwild dar.
Um das Risko der Weiterverbreitung zu verringern, fordern Landvolk und Jägerschaft eine intensive Bejagung des Schwarzwildbestandes. Die Bejagung müsse künftig ganzjährig und in jahreszeitlich geeigneten Formen stattfinden. Besonders im Herbst müssten Möglichkeiten genutzt werden, Bachen, die keine Frischlinge führen, zu erlegen. Außerdem soll die Durchführung gemeinschaftlicher grenzübergreifender Jagden erweitert werden. Hier dürften nicht die Grenzen der Reviere organisatorisch im Vordergrund stehen, sondern die Effizienz und der Erfolg der Jagd, heißt es im Positionspapier.
Im Hinblick auf großräumige, gemeinschaftliche Jagden fordern das Landvolk und die Jägerschaften auch die Unterstützung der Straßenverwaltungen auf Kreis-, Landes- und Bundesebene ein. Sie seien aufgefordert, unkompliziert und kostenlos befristete Geschwindigkeitsbegrenzungen und Sperrungen vorzunehmen. Anderenfalls sei ein effizienter Hundeeinsatz im Bereich von Straßen nicht möglich. Dies wiederum stelle gegebenenfalls den Jagderfolg infrage.
Derzeit darf Schwarzwild in Niedersachsen nur in der Zeit vom 16. Juni bis 31. Januar bejagt werden. Im Landkreis Harburg wurde die Schonzeit jedoch kürzlich bis auf Weiteres aufgehoben, um der Gefahr einer Verbreitung der Schweinepest entgegen zu wirken.

Autor:

Katja Bendig aus Seevetal

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