Bürgerinitiative mobilisiert zu Protest
Widerstand gegen Neubautrasse: Hunderte demonstrieren in Meckelfeld

Rund 500 Menschen haben am Sonntag in Meckelfeld gegen die geplante Neubautrasse demonstriert. Dabei zeigten zahlreiche Teilnehmer das Symbol der Protestbewegung: die rote Karte für die Bahn | Foto: sra
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  • Rund 500 Menschen haben am Sonntag in Meckelfeld gegen die geplante Neubautrasse demonstriert. Dabei zeigten zahlreiche Teilnehmer das Symbol der Protestbewegung: die rote Karte für die Bahn
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Gegen die Pläne für eine mögliche Bahn-Neubaustrecke zwischen Hamburg und Hannover haben am Sonntag mehrere Hundert Menschen in Meckelfeld demonstriert. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich rund 500 Personen an der Kundgebung der Bürgerinitiative Trassenalarm.

Bereits am Vormittag versammelten sich die Teilnehmer auf dem Parkplatz Am Saal. Im Anschluss führte ein Demonstrationszug durch Meckelfeld. Mit Musik, Transparenten und roten Karten machten die Teilnehmer auf ihre Forderungen aufmerksam. Die Route verlief über mehrere Straßen des Ortes und endete wieder am Ausgangspunkt.

Im Zentrum der Kritik steht die geplante Hochgeschwindigkeitsverbindung, die nach den bisherigen Überlegungen als Neubautrasse zwischen Hamburg und Hannover entstehen könnte. Die Teilnehmer sprachen sich stattdessen für den Ausbau der bestehenden Bahnstrecke aus. Aus ihrer Sicht sollten Investitionen vorrangig in die Modernisierung vorhandener Infrastruktur und die Stärkung des Schienenpersonennahverkehrs fließen.

Nach den Redebeiträgen setzte sich der Demonstrationszug durch Meckelfeld in Bewegung | Foto: sra
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Unterstützung aus Politik und Verbänden

An der Veranstaltung beteiligten sich neben Vertretern der Bürgerinitiative auch Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker. In ihren Redebeiträgen wurde unter anderem auf frühere Abstimmungsprozesse zwischen Kommunen, Politik und Deutscher Bahn verwiesen. Mehrere Redner äußerten die Erwartung, dass bereits erarbeitete Vorschläge zum Ausbau der Bestandsstrecke bei den weiteren Planungen stärker berücksichtigt wäerden.

Zudem wurde darauf hingewiesen, dass Infrastrukturprojekte dieser Größenordnung erhebliche Auswirkungen auf die betroffenen Gemeinden haben können. Deshalb sei eine enge Einbindung der Kommunen und Anwohner von besonderer Bedeutung.

Forderungen sollen nach Berlin getragen werden

Mit der Veranstaltung wollten die Organisatoren nach eigenen Angaben ein Zeichen für den Erhalt bestehender Strukturen in der Region setzen. Die Bürgerinitiative kündigte an, ihre Positionen und gesammelte Unterschriften in Form einer Resolution an das Bundesverkehrsministerium zu übermitteln.

Die Diskussion um die zukünftige Schienenanbindung zwischen Hamburg und Hannover beschäftigt die Region bereits seit Jahren. Während Befürworter einer Neubaustrecke auf zusätzliche Kapazitäten und kürzere Fahrzeiten verweisen, setzen die Gegner weiterhin auf einen Ausbau der bestehenden Verbindung.

Redakteur:

Sven Rathert aus Seevetal

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