"Eine neue Technik, die nur von wenigen Personen in Deutschland nachgerechnet werden kann"

Die 780 Meter lange Decatur-Brücke gilt bei Google als Sehenswürdigkeit in Seevetal
  • Die 780 Meter lange Decatur-Brücke gilt bei Google als Sehenswürdigkeit in Seevetal
  • Foto: ts
  • hochgeladen von Thomas Sulzyc

Wie Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen im Gemeinderat erklärte, dass die Decatur-Brücke doch noch eine Chance hat

ts. Maschen. Vor zwei Jahren noch schienen die Tage der Decatur-Brücke über dem Rangierbahnhof Maschen gezählt zu sein. Der Seevetaler Gemeinderat hatte wegen Zweifeln an der Tragsicherheit, die auf Berechnungen nach der sogenannten Nachrechnungsrichtlinie von Straßenbrücken im Bestand beruhen, den Abriss beschlossen. Nun sind es Berechnungen nach eben dieser Richtlinie, die Hoffnungen wecken, dass die Brücke wieder genutzt werden könne. Diese Richtlinie des Bundes gibt für die Bewertung der Bauwerke einheitliche Standards, aber auch Hilfestellung vor, damit die Gebrauchstauglichkeit bestehender Straßenbrücken realistisch beurteilt werden kann
Dem Laien und offenbar auch Fachleuten sind die komplizierten Rechenmodelle mit den unterschiedlichen Ergebnissen nicht zu vermitteln. Offenbar hat gerade deshalb Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen (CDU) im Gemeinderat das neue Zwischenergebnis erläutert.
"Wie kann man heute sagen, da geht noch was, wo vor zwei Jahren nichts mehr zu gehen schien?", fragte Martina Oertzen und schickte die Antwort gleich hinterher: Die Stufe vier der Nachrechnungsrichtlinie, die der von der Gemeinde beauftragte Gutachter Prof. Reinhard Maurer (Technische Universität Dortmund) jetzt gerechnet hat, sei etwas ganz Besonderes. "Eine neue Technik, die von nur wenigen Personen in Deutschland nachgerechnet werden kann und darf", sagte die Bürgermeisterin im Gemeinderat.
Der Experte Reinhard Maurer habe bestätigt, dass die Nachrechnungen der Gutachter vor zwei Jahren nach den weniger intensiven Stufen eins und zwei "vollkommen richtig" gewesen seien. Die Erkenntnis damals, die Brücke sei nicht sanierungsfähig, sei richtig gewesen, sagte Martina Oertzen.
Das Zwischenergebnis der neuen Berechnung wecke die Hoffnung, dass die Decatur-Brücke doch noch eine Chance habe, saniert zu werden. Anfang 2019 will der Experte Reinhard Maurer ein abschließendes Ergebnis vorlegen.
Die Initiative von Matthias Clausen (Grüne), das Geld für eine notwendige Kappensanierung der Brücke in den nächsten Haushalt der Gemeinde einzustellen, lehnte die Ratsmehrheit ab. Begründung: Die Kosten müssten erst ermittelt werden. Der Umfang der Brückensanierung sei nicht absehbar. Matthias Clausen appellierte vergeblich, die schnelle Nutzung der Brücke zumindest für Radfahrer und Fußgänger sicher zu stellen.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

Politik
Freiwillig mit Mund- und Nasenschutz kehrten Grundschüler in Maschen Anfang Mai nach der Corona-Zwangspause in die Schule zurück

Corona - eingeschränkter Regelbetrieb
Niedersachsen will auf eine Maskenpflicht in Schulen verzichten

(ts). Nach der Corona-Zwangspause und den Sommerferien dürfen Hamburgs Schüler seit vergangenem Donnerstag wieder zur Schule gehen - an den weiterführenden Schulen herrscht für Schüler, Lehrer und Besucher Maskenpflicht. Im Klassenzimmer dürfen sie den Mund- und Nasenschutz allerdings abnehmen. In Niedersachsen sollen die Schulen zum Schulstart am 27. August ebenfalls in einem eingeschränkten Regelbetrieb anlaufen können - allerdings lockerer beim Mund- und Nasenschutz. Im Unterricht und...

Politik
Wenn sich in der Biotonne Maden sammeln, ist das nicht gefährlich, beruhigt der Landkreis

Antwort des Landkreises Harburg auf FDP-Antrag
Maden in Biotonnen sind ungefährlich

(os). Wenn sich in der Biotonne Maden sammeln oder die Tonne einen unangenehmen Geruch verbreitet, ist das für Menschen ungefährlich. Das geht aus der Antwort des Landkreises Harburg auf eine Anfrage der FDP-Kreistagsfraktion hervor. Wie berichtet, wollten die Freidemokraten wissen, ob es möglich ist, die Biotonne in den Monaten zwischen Mai und September jede Woche und nicht wie derzeit alle 14 Tage leeren zu lassen. Die FDP-Fraktion hatte auf viele Klagen von Bürgern verwiesen, denen beim...

Panorama
Die Container der inzwischen geschlossenen Testzentren - wie hier am Krankenhaus Buchholz - bleiben zunächst stehen Foto: os

Corona-Testzentren in der Pampa

KVN eröffnet Testeinrichtung für Urlaubsrückkehrer in Rosche (Uelzen) / Landkreis Harburg stinksauer thl. Winsen. "Corona-Testzentren werden für Urlaubsrückkehrer neu eröffnet" - so lautet die vollmundige Überschrift einer Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN). Wie das WOCHENBLATT berichtete, gab es heftige Kritik an der KVN, nachdem sie die Abstrichzentren in der Region, wie z.B. an den Krankenhäusern Winsen und Buchholz, geschlossen hatte. Deswegen hat die...

Panorama
Bei Drochtersen soll die A 20 die Elbe unterqueren. Der Tunnelbau könnte - wenn alles gut läuft - 2025 beginnen

Fertigstellung der A 20 weiter für 2030 angepeilt
Neuer Elbtunnel: Baubeginn soll 2025 sein

Ab 2030 sollen die ersten Autos durch den neuen Elbtunnel bei Drochtersen rollen.(jd).  Der Termin 2030 wurde in den Vorjahren immer wieder von Planern und Politikern genannt. Jetzt bestätigte der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Bernd Buchholz noch einmal indirekt die Zeitplanung: Er rechne damit, dass die A 20 in seinem Bundesland ab 2030 in ihrer kompletten Länge befahren werden kann, erklärte der Minister. Er dürfte dabei auch an die Elbquerung gedacht haben. Denn ohne den Tunnel...

Panorama
  3 Bilder

Eklat zwischen dem Künstler Erwin Hilbert und dem Vorstand der St.-Petri-Kirche
Kunstausstellung in Buxtehuder Kirche vorzeitig beendet

sla. Buxtehude. Nach etlichen Vorfällen, über die das WOCHENBLATT berichtete, hat der Kirchenvorstand der St.-Petri-Kirchengemeinde die Kunstausstellung "Jesus und andere Gestalten" sowie die weitere Zusammenarbeit mit dem Künstler Erwin Hilbert vorzeitig beendet. Der Entschluss wurde durch Pastor Michael Glawion nach dem Druck der Wochenendausgabe bekanntgegeben. Die genauen Hintergründe, die zu dieser Entscheidung führten, werden in der nächsten WOCHENBLATT-Ausgabe am Mittwoch ausführlich...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen