Einsatz für DLRG und Feuerwehr Stade auf der Elbe
Rettung von der "AIDAluna"

Ein Zwerg neben einem Riesen: Das Boot der Wasserretter neben der "AIDAluna" Fotos: Knut Hauschild/DLRG Stadr
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Feuerwehr und DLRG Stade übernehmen Verletzten von fahrendem Kreuzfahrtriesen tk. Stade. Die Traumreise mit dem Kreuzfahrtriesen "AIDAluna" hatte gerade erst in Hamburg begonnen, als sie für den Rentner Peter F. (74) schon zu Ende war. In Höhe von Blankenese stürzte er eine Treppe herunter und verletzte sich dabei schwer. "Wir hatten die Reise ganz spontan zu unserer Petersilienhochzeit geplant", sagt seine Frau Kathrin. Der Bordarzt entschied nach dem Unglück: Der Senior muss sofort in ein Krankenhaus. Er hatte sich vier Rippenbrüche, eine Gehirnerschütterung sowie diverse Prellungen zugezogen. Die Folge: Ein anspruchsvoller Rettungseinsatz für die DLRG und Feuerwehr aus Stade.

Sie mussten mit zwei Booten an die "AIDAluna" heranfahren und den Verletzen übernehmen - obwohl der Riesenpott nicht stoppen konnte. "Solche Einsätze üben wir und es war auch nicht das erste Mal", sagt Christian Schaarschmidt, DLRG-Chef aus Stade. "Ganz gefahrlos ist das aber nicht", fügt er hinzu. Denn der Kreuzfahrtriese produziert größere Wellen und die beiden Rettungsboote mussten ganz dicht an eine Luke kurz über der Wasserhöhe heranfahren.

Nachdem die Leitstelle die Stader Wasserretter alarmiert hatte, preschten ein Boot der DLRG und eins der Feuerwehr auf die Elbe hinaus. Die DLRG hatte Rettungssanitäter an Bord, der Notarzt folgte auf dem Feuerwehrboot. Die "AIDAluna" war auf minimales Tempo gegangen. "Die Maschine kann aber nicht gestoppt werden, weil das Schiff sonst manövrierunfähig wird", erklärt Schaarschmidt. Die Fotos von dem Einsatz, die DLRG- und Feuerwehrboote neben dem Riesenpott, sehen spektakulär aus. Schaarschmidt nennt diesen Einsatz dennoch "ziemlich bequem". Das Hospital befindet sich beispielsweise ganz in der Nähe der Luke. "Wir haben es auf Containerschiffen auch schon erlebt, dass wir über diverse Treppen und durch den Maschinenraum den Verletzten transportieren mussten." Feuerwehr und DLRG "sind ein eingespieltes Team", lobt Christian Schaarschmidt die Zusammenarbeit. Für den Verletzten war das ein Segen. Er wurde schnurstracks ins Stader Elbe Klinikum transportiert.

"Ein Riesendankeschön geht an die Ehrenamtlichen", sagt Kathrin F. Sie war auf dem Boot der Feuerwehr und wurde ebenfalls nach Stadersand an Land gebracht. "Ich fühlte mich sehr gut aufgehoben", lobt sie die einfühlsamen Rettungskräfte. Ihrem Mann gehe es den Umständen entsprechend gut. Statt Kreuzfahrt steht für seine Frau jetzt die tägliche Fahrt von Hamburg gen Stade auf dem Programm. Anderthalb Stunden benötigt sie für jede Strecke. "Ob wir noch einmal eine Kreuzfahrt buchen, ist ungewiss", sagt Kathrin F. nach dem Desaster.

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Tom Kreib

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