Alte Grabsteine erstrahlen in neuem Glanz

Gereon Klas ist einer von vier Freiwilligen, die die Grabmale aus dem 19. Jahrhundert reinigen und restaurieren Fotos: lt
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  • Gereon Klas ist einer von vier Freiwilligen, die die Grabmale aus dem 19. Jahrhundert reinigen und restaurieren Fotos: lt
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lt. Mulsum. Lauter als gewöhnlich geht es derzeit auf dem kleinen Friedhof in Hohenmoor, einem Ortsteil von Mulsum in der Samtgemeinde Fredenbeck, zu. Doch die Totenruhe wird für einen guten Zweck gestört. Vier Freiwillige der mobilen Einsatztruppe der Jugendbauhütte im Landkreis Stade sind damit beschäftigt, insgesamt 13 Grabsteine zu reinigen und zu restaurieren.
Unter Anleitung von Restaurator Tobias Jung werden die Grabmale, die alle aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stammen, u.a. behutsam von Flechten und Moosen befreit und gewaschen. Ziel sei es, die Zeugen vergangener Bestattungskultur in ihrem jetzigen Zustand für die Zukunft zu erhalten, erklärt Jung.
Aufgrund von noch erhaltenen Fassungsresten könne man darauf schließen, dass die Grabsteine einst vermutlich alle weiß waren, vermutlich mit schwarzen oder sogar vergoldeten Inschriften und Ornamenten. Die teilweise nicht mehr lesbaren Inschriften dürften aber aus Denkmalschutzgründen nicht erneuert, sondern lediglich gereinigt werden.
Zum Abschluss werden noch Edelstahlrahmen in den Boden um die Steine eingelassen und das ganze mit Kies aufgefüllt, sagt Grünen-Ratsfrau Elke Weh, die sich federführend für eine Restaurierung der Steine eingesetzt und viele Sponsoren für das insgesamt ca. 12.000 Euro teure Projekt gewonnen hat.
Die Alles Gute Stiftung der Kreissparkasse (KSK) Stade, die Bürgerstiftung der KSK Stade, die Denkmalpflege Landkreis Stade, die Samtgemeinde Fredenbeck sowie mehrere Einzelsponsoren haben die Durchführung finanziell möglich gemacht.
Unterstützung gab es zudem u.a. auch vom Heimat- und Kulturkreis Kutenholz sowie vom Heimatverein Mulsum, der den Freiwilligen für die Zeit der Arbeiten die Moorschutzhütte zur Verfügung stellt.
Auch die Bürger aus Hohenmoor, die sich auf gerade einmal zwölf Höfe verteilen und skurrilerweise teilweise im Landkreis Stade und teilweise im Landkreis Rotenburg leben, begrüßen die Aktion auf ihrem idyllisch gelegen Gottesacker, berichtet Elke Weh. Sie haben das Sippenbuch des Ortes zur Verfügung gestellt, damit Restauratorin Antje Theobalt die Daten dokumentieren und abgleichen kann.
"Wir wollen in einem zweiten Schritt gerne auch die Geschichten der Toten erzählen", sagt Elke Weh. Immerhin liege der Friedhof an einer überregionalen Fahrradroute und sei ein beliebter Punkt zum Innehalten.
• Im Rahmen einer kleinen Feierstunde werden die Grabsteine am Freitag, 12. Oktober, um 14 Uhr im Beisein der Sponsoren der Öffentlichkeit präsentiert.

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