Baggerarbeiten
Der Schlick in Schwinge und Stades Stadthafen kommt weg

Schlick-Beseitigung: Das Schiff "Felix" zieht das Wasserinjektionsgerät "Baldr" über die Schwinge
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jab. Stade. Im Stader Stadthafen herrscht gähnende Leere. Alle Schiffe, auch Stades Aushängeschild, die "MS Greundiek", haben ihre Liegeplätze bereits vor rund drei Wochen verlassen. Denn unterhalb der Wasseroberfläche soll Platz geschaffen werden. Der Schlick, der sich seit zwei Jahren hier gesammelt hat, soll weggebaggert werden, um bei den Schiffen wieder für mehr Wasser unter dem Kiel zu sorgen.

Bereits vergangenes Jahr hatten Horst Tofern, Kapitän des Museumsschiffes "MS Greundiek", und Schiffsführer Thomas Butt, der für den Ölhändler Rinck arbeitet, die Situation im Hafen und in der Schwinge kritisiert. Ihre Schiffe waren nicht mehr richtig manövrierfähig. Das Hochwasser-Zeitfenster, in dem der Tidehafen angefahren oder verlassen werden konnte, wurde immer enger. Dass der Hafen nur alle zwei Jahre ausgebaggert wird, war ihnen zu wenig.

Baggerarbeiten haben begonnen

Als das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hamburg mitteilte, dass der Schlick endlich beseitigt werden soll, wurde der Hafenmeister Siegfried Spenna aktiv. Normalerweise hat er im Winter wenig zu tun, jetzt aber kümmerte er sich darum, dass alle Schiffe rechtzeitig den Hafen verlassen. Zusätzlich wurden alle Pontons auf eine Seite geschafft. Kurz verzögerte sich die Maßnahme wegen des heftigen Wintereinbruchs. Doch jetzt sind die Arbeiten in der Schwinge gestartet, um die Fahrrinne für die Schifffahrt wieder ausreichend tief und breit auszubaggern.

Mit Hilfe eines sogenannten Wasserinjektionsgeräts wird das Sediment aus dem Flussbett entfernt. Über ein Spülrohr mit Düsen wird Wasser aus höheren Schichten in die Sohle des Fahrwassers gepresst. Dadurch entsteht eine Strömung aus Wasser, in dem sich ein erhöhter Anteil von Sedimenten befindet. Ablagerungen werden so vom Untergrund gelöst und mit dem ablaufenden Wasser der Ebbe in die Elbe davongetragen.

Erster Einsatz für "Baldr"

In den vergangenen Jahren war die "Njörd" mit dem Wasserinjektionsgerät auf der Schwinge unterwegs. In diesem Jahr ist es das erste Mal die "Baldr" der Firma Van Oord Wasserbau, die ausdrücklich für diesen Einsatz aus den Niederlanden antransportiert wird. Denn die „Baldr“ kann dank ihrer technischen Ausstattung die Baggerung umweltschonend ausführen.

Die Arbeiten werden auf dem gesamten Verlauf der Schwinge durchgeführt. Rund zwei bis drei Wochen benötigen die Arbeiter für die Durchführung.

100.000 Euro für Schlick-Beseitigung

Die Unterhaltungsbaggerung ist Aufgabe des Bundes. An der Schwinge findet diese in Kooperation mit den Stadtwerken der Hansestadt Stade statt. Da der städtische Hafen im Eigentum der Hansestadt Stade liegt, werden die anfallenden Kosten je zur Hälfte von Bund und den Stadtwerken getragen. Ca. 100.000 Euro werden für die Arbeiten fällig.

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Schlick-Beseitigung: Das Schiff "Felix" zieht das Wasserinjektionsgerät "Baldr" über die Schwinge
Platz für die Baggerung: Im Stadthafen Stade wurden die Pontons auf eine Seite geschoben
Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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