Fabrik weicht Wohnhäusern
Ein Stader Schandfleck verschwindet

Mit schwerem Gerät rücken die Bauarbeiter den Mauern der ehemaligen Firma "Breider" zu Leibe
  • Mit schwerem Gerät rücken die Bauarbeiter den Mauern der ehemaligen Firma "Breider" zu Leibe
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jd. Stade. Attraktives Wohnquartier statt trister Gewerbebrache: An der B 73 werden derzeit die Produktions- und Bürogebäude der ehemaligen Ladenbau-Firma Breider abgerissen. Die maroden Gebäude weichen Ein- und Mehrfamilienhäusern. Das Bauunternehmen Gesa Bau des Neu Wulmstorfer Investors Gert Saborowski plant dort 35 Wohneinheiten.

Seit Jahrzehnten bot sich auf dem früheren Breider-Grundstück ein trostloser Anblick: Das leerstehende Fabrikgebäude verkam zusehends, Fenster waren eingeschlagen, die Fassade begann zu bröckeln. Das Gelände war geradezu ein Schandfleck.

Doch nun nagen die Abrissbagger an der Gewerberuine. Nach ihrer Entkernung werden zunächst das Dach abgedeckt und dann die Hauswände eingerissen. Geplant ist, die Abrissarbeiten bis Oktober abgeschlossen zu haben, damit dann die Erschließung des rund drei Hektar großen Areals vorbereitet werden kann.

Bevor die eigentlichen Bauarbeiten beginnen können, muss der Investor eine Lärmschutzwand entlang der Bundesstraße errichten. Die Lärmschutz-Thematik hat auch dazu geführt, dass sich das Bauvorhaben verzögert hat. Die Landesbehörde für Straßenbau hatte einen Mindestabstand zur vielbefahrenen Verkehrsader gefordert. Hier gab es zunächst Unstimmigkeiten, die aber im vergangenen Jahr endgültig geklärt werden konnten.

Der Autolärm soll nun durch eine rund 2,50 Meter hohe Mauer ferngehalten werden. Außerdem sollen Reihenhäuser so angeordnet werden, dass sie quasi als Lärmschutzriegel für die bestehenden Wohnhäuser dienen, die dahinter liegen. Die Neubauten wiederum erhalten zur Straße hin einen passiven Lärmschutz, u.a. durch den Einbau spezieller Schallschutzfenster. Die Kosten für den Bau der Lärmschutzwand sind vom Investor zu tragen.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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