Stiftungsfest der Rosenkranz-Gotteshülfe-Brüderschaft
Feiern für den guten Zweck

Ein wichtiges Ritual auf dem Stiftungsfest. die traditionelle "Papierschlacht"   Foto: Schattke
  • Ein wichtiges Ritual auf dem Stiftungsfest. die traditionelle "Papierschlacht" Foto: Schattke
  • hochgeladen von Jörg Dammann

jd. Stade. Festlich tafeln, traditionsbewusst feiern - und dabei großzügig spenden: Die Stiftungsfeste der Stader Brüderschaften zählen nicht nur zu den Höhepunkten im gesellschaftlichen Leben der Hansestadt, sie dienen auch einem wohltätigen Zweck. Kürzlich feierte die Rosenkranz-Gotteshülfe-Brüderschaft ihr 537. Stiftungsfest. Der festgebende Bruder Dr. Georg Hetzendorf und der präsidierende Ältermann Fritz Thalemann begrüßten 200 Gäste im Stadeum.

Thalemann bat in seiner Eröffnungsrede alle Teilnehmer, einen finanziellen Beitrag zur Förderung der brüderschaftlichen Aufgabe – die unbürokratische Unterstützung hilfebedürftiger Menschen – zu leisten. Die Bitte um großzügige Spenden wurde erhört: Bei dem Stiftungsfest, auf dem wie immer die symbolische "Papierschlacht" zelebriert wurde, kamen rund 16.000 Euro zusammen. Bruder Heiner Budde verwies in seinem Trinkspruch auf den Pokal auf die seit dem Mittelalter bestehende Tradition, bedürftige Personen zu unterstützen. Zugleich thematisierte er die aktuelle soziale Lage. Die Schere zwischen Arm und Reich öffne sich weiter.

Zwischen den einzelnen Gängen des Festmahls wurden weitere traditionelle Trinksprüche ausgebracht: Rüdiger Bohlmann stellte den festgebenden Bruder Georg Hetzendorf, der aus Österreich stammt, als „verlässlichen Freund und vielseitig interessierten Europäer und Weltbürger“ vor. In seinem Trinkspruch auf die Damen zitierte Sebastian Duwe österreichische Persönlichkeiten, um das Verhältnis der Geschlechter zu ergründen.

Den Dank der Gäste brachte Veneta Yankova zum Ausdruck. Sie hob die jahrhundertealte Tradition der Rosenkranz-Gotteshülfe-Brüderschaft hervor, die ihre Wurzeln im Humanismus hat. Dessen Werte, die die Würde jedes Menschen betonen, seien auch heute noch „Grundlage unseres Zusammenlebens“. In dem Grußwort der Kirche erinnerte Pastor Dr. Matthias Schlicht an das christliche Gebot der Nächstenliebe.
In das Tabakskollegium wurden zwei neue Brüder aufgenommen. Es folgten der Einmarsch der Brüder mit Zylinder, Tonpfeife und roter Rose sowie die Amtsübergabe an den neuen festgebenden Bruder. Der anschließende Festball endete erst in den frühen Morgenstunden.

Die eingesammelten Spenden werden in der Vorweihnachtszeit an bedürftige Stader Bürger verteilt.

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