Smartphone am Steuer
Viele Handyverstöße im Landkreis Stade
- Symbolbild - auch in Stade und Himmelpforten wurden Autofahrerinnen und -fahrer beobachtet, ob sie ihr Smartphone während der Fahrt nutzten
- Foto: ACE
- hochgeladen von Nicola Dultz
Clubinitiative „Kopf hoch!“ zeigt: Smartphone-Ablenkung bleibt im Straßenverkehr ein ernstes Sicherheitsrisiko
Das Smartphone am Steuer bleibt auch im Landkreis Stade ein Problem. Im Rahmen der bundesweiten Verkehrssicherheitsinitiative „Kopf hoch!“ hat der ACE Auto Club Europa an drei Standorten in Stade und Himmelpforten überprüft, wie häufig Autofahrerinnen und Autofahrer während der Fahrt ihr Handy nutzen. Das Ergebnis: Jeder 22. Verkehrsteilnehmer wurde dabei beobachtet, trotz Verbots auf das Smartphone zu schauen.
ACE kontrolliert 840 Fahrzeuge in Stade und Himmelpforten
Der ACE-Kreis Stade/Landkreis Rotenburg (Wümme) führte die sogenannten Handy-Verkehrs-Checks an drei stark frequentierten Straßenabschnitten durch. Innerhalb von jeweils 30 Minuten wurden insgesamt 840 Fahrzeuge beobachtet. Dabei dokumentierte ACE-Ehrenamtlicher Jens-Uwe Wächter 38 sichtbare Verstöße gegen das Handyverbot am Steuer. Das entspricht einer durchschnittlichen Verstoßquote von 4,5 Prozent.
Besonders auffällig war die Situation am Übergang der A26 zur B73 in Stade. Dort nutzten 29 von 320 Fahrzeugführenden während der Fahrt ihr Smartphone – eine Quote von 9 Prozent.
In der Ortsdurchfahrt Himmelpforten an der B73 in Richtung Cuxhaven wurden 260 Fahrzeuge kontrolliert. Hier registrierte der ACE acht Handyverstöße, was einer Quote von rund 4 Prozent entspricht.
Deutlich besser fiel das Ergebnis am Schifftorkreisel in Stade aus. Dort wurde unter 260 beobachteten Fahrzeugen lediglich ein Verstoß festgestellt. Die Quote lag bei nur 0,3 Prozent.
Smartphone am Steuer erhöht das Unfallrisiko erheblich
Bereits ein kurzer Blick auf das Display kann im Straßenverkehr schwerwiegende Folgen haben. Wer bei Tempo 50 nur zwei Sekunden auf sein Smartphone schaut, legt rund 28 Meter zurück, ohne den Verkehr aufmerksam zu beobachten. Gerade im Stadtverkehr mit Fußgängern, Radfahrern und Kreuzungen kann diese Ablenkung lebensgefährlich werden.
Auch die bundesweite Unfallstatistik unterstreicht die Gefahr: Im Jahr 2024 wurden 8.722 Unfälle mit Personenschaden auf Ablenkung zurückgeführt. In 1.039 Fällen spielte die Nutzung elektronischer Geräte nachweislich eine unfallursächliche Rolle. Dabei kamen 25 Menschen ums Leben.
ACE möchte Verkehrsteilnehmer sensibilisieren
Für Jens-Uwe Wächter steht nicht das Ahnden von Verstößen im Vordergrund, sondern die Aufklärung.
„Unsere Kontrollen zeigen, dass das Smartphone für viele Autofahrende leider noch immer eine zu große Rolle spielt. Besonders an stark befahrenen Straßen sehen wir, wie schnell aus einem kurzen Blick auf das Display eine gefährliche Situation entstehen kann. Unser Ziel ist es nicht, Verkehrsteilnehmende an den Pranger zu stellen, sondern für die Risiken zu sensibilisieren und deutlich zu machen, dass jede Ablenkung schwerwiegende Folgen haben kann.“
Auch ACE-Vorsitzender Sven-Peter Rudolph warnt vor den Folgen der Smartphone-Nutzung am Steuer:
„Schon ein kurzer Blick aufs Display kann über Leben und Tod entscheiden. Ablenkung am Steuer ist längst kein Randphänomen mehr, sondern Alltag auf unseren Straßen. Tausende Unfälle mit Personenschaden gehen jedes Jahr auf Unaufmerksamkeit zurück, viele davon stehen im Zusammenhang mit der Nutzung elektronischer Geräte. Deshalb wollen wir mit unserer Clubinitiative das Bewusstsein für die Gefahren der Smartphone-Nutzung am Steuer nachhaltig stärken.“
Bundesweite Initiative „Kopf hoch!“
Mit der Clubinitiative „Kopf hoch!“ führt der ACE Auto Club Europa bundesweit Handy-Verkehrs-Checks durch. Rund 700 Ehrenamtliche kontrollieren an mehr als 250 innerörtlichen Kreuzungen, wie häufig Autofahrer während der Fahrt sichtbar ihr Smartphone nutzen. Die Ergebnisse werden mithilfe eines standardisierten Erhebungsbogens erfasst. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit für das Thema Ablenkung im Straßenverkehr zu erhöhen und so die Verkehrssicherheit nachhaltig zu verbessern. Die bundesweiten Ergebnisse der Aktion sollen im Herbst veröffentlicht werden.
ACE setzt sich seit Jahrzehnten für Verkehrssicherheit ein
Der ACE Auto Club Europa engagiert sich seit 1965 für sichere und moderne Mobilität. Neben Pannen- und Unfallhilfe gehören Verkehrssicherheit, Verbraucherschutz, Elektromobilität und neue Mobilitätsformen zu den Schwerpunkten des Clubs. Mit Aktionen wie „Kopf hoch!“ möchte der ACE dazu beitragen, die Zahl der Unfälle durch Ablenkung im Straßenverkehr nachhaltig zu reduzieren.
```htmlWie viele Autofahrer nutzten bei den ACE-Kontrollen im Landkreis Stade ihr Smartphone am Steuer?
Der ACE Auto Club Europa beobachtete bei Handy-Verkehrs-Checks in Stade und Himmelpforten insgesamt 840 Fahrzeuge. Dabei wurden 38 Verstöße gegen das Handyverbot am Steuer registriert. Das entspricht einer Quote von 4,5 Prozent beziehungsweise jedem 22. Autofahrer.
An welchen Orten fanden die Handy-Verkehrs-Checks im Landkreis Stade statt?
Der ACE-Kreis Stade/Landkreis Rotenburg (Wümme) kontrollierte an drei Standorten: am Übergang der A26 zur B73 in Stade, am Schifftorkreisel in Stade sowie an der B73-Ortsdurchfahrt in Himmelpforten Richtung Cuxhaven.
Wo wurden die meisten Handyverstöße am Steuer festgestellt?
Die höchste Verstoßquote wurde am Übergang der A26 zur B73 in Stade registriert. Dort nutzten 29 von 320 Fahrzeugführenden während der Fahrt ihr Smartphone. Das entspricht einer Quote von rund 9 Prozent. Am Schifftorkreisel in Stade wurde dagegen nur ein Verstoß bei 260 Fahrzeugen festgestellt.
Warum ist die Smartphone-Nutzung am Steuer so gefährlich?
Bereits ein zweisekündiger Blick auf das Smartphone bedeutet bei Tempo 50 einen Blindflug von rund 28 Metern. Nach der bundesweiten Unfallstatistik wurden 2024 insgesamt 8.722 Unfälle mit Personenschaden auf Ablenkung zurückgeführt. In 1.039 Fällen spielte die Nutzung elektronischer Geräte eine unfallursächliche Rolle, dabei starben 25 Menschen.
Was ist die ACE-Initiative „Kopf hoch!“?
„Kopf hoch!“ ist eine bundesweite Verkehrssicherheitsinitiative des ACE Auto Club Europa. Rund 700 Ehrenamtliche führen an mehr als 250 innerörtlichen Kreuzungen Handy-Verkehrs-Checks durch, um Autofahrer für die Gefahren der Ablenkung durch Smartphones zu sensibilisieren. Die bundesweiten Ergebnisse sollen im Herbst veröffentlicht werden.
Wer führte die Handy-Kontrollen im Landkreis Stade durch?
Die Verkehrs-Checks organisierte der ACE-Kreis Stade/Landkreis Rotenburg (Wümme). Die Erhebungen führte ACE-Ehrenamtlicher Jens-Uwe Wächter durch. Ziel der Aktion ist es, auf die Gefahren der Smartphone-Nutzung am Steuer aufmerksam zu machen und die Verkehrssicherheit zu verbessern.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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