Erneut ausgesetztes Tier
Zwerghahn in Stade gerettet

Der ausgesetzte Hahn "Krähgor" | Foto: Janina Stemmer
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Tagelang kämpfte der ausgesetzte Zwerghahn „Krähgor“ allein in den Schwingewiesen ums Überleben – zurückgelassen und schutzlos.

Eine Anwohnerin meldete das Tier kürzlich der Privaten Tierhilfe Federglück. Der kleine Hahn soll sich zu diesem Zeitpunkt bereits seit rund drei Tagen in dem Gebiet aufgehalten haben. Kurzfristig stellte Janina Stemmer, die Gründerin von Federglück, ein Helferteam zusammen, das sich noch am selben Nachmittag gemeinsam mit dem Finder vor Ort auf die Suche machte.

Ganz einfach war es jedoch nicht: Dichtes Gestrüpp, Brombeersträucher und ein Graben erschwerten den Einsatz. Mit Erfahrung, geeignetem Equipment und Teamarbeit gelang es schließlich, den Hahn einzufangen. Das Tier, das den Namen „Krähgor“ erhielt, blieb unverletzt und konnte bereits am nächsten Tag auf einen Lebenshof gebracht werden, wo es nun dauerhaft versorgt wird. Als Fundtier gilt für ihn eine gesetzliche Verwahrfrist von sechs Monaten.

"Bereits Anfang März waren im Bereich Barnkrug drei Hähne in einem Waldstück ausgesetzt worden – dort kam jede Hilfe zu spät", so Janina Stemmer.

Die Tierschützerin weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren kein Kavaliersdelikt ist. Es handelt sich um eine Ordnungswidrigkeit und kann, wenn Tiere zu Schaden kommen, sogar strafrechtlich verfolgt werden. Entsprechende Fälle bringt die Tierhilfe konsequent zur Anzeige.

Gleichzeitig kritisiert sie, dass sich solche Vorfälle häufen, und fordert ein klares Konzept im Landkreis für den Umgang mit ausgesetzten Tieren. Derzeit lasteten Sicherung und Versorgung überwiegend auf ehrenamtlichen Kräften. Eine zentrale Anlaufstelle oder eine hauptamtliche Tierschutzbeauftragte könnte aus ihrer Sicht sowohl Behörden entlasten als auch Betroffenen und Helfern Orientierung geben.

Informationen zur artgerechten Hühnerhaltung sowie Hilfsangebote www.privatetierhilfefederglueck.de

Hühner haben eine Mission
Der ausgesetzte Hahn "Krähgor" | Foto: Janina Stemmer
Janina Stemmer rettete den Hahn | Foto: Janina Stemmer
Redakteur:

Stefanie Schimanski aus Buxtehude

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