Wie soll die Mobilität der Zukunft aussehen
Die Stadt Stade fragte, mehr als 2.000 Bürger antworteten

Wie soll der Verkehr in Stade in Zukunft aussehen? Ihre Vorstellungen konnten die Bürger in den Fragebögen ausdrücken
  • Wie soll der Verkehr in Stade in Zukunft aussehen? Ihre Vorstellungen konnten die Bürger in den Fragebögen ausdrücken
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jd. Stade. Der Verkehr wird eines der großen Zukunftsthemen in Stade sein. Dazu gehört vor allem die Frage: Wie bleiben die Menschen in der Hansestadt mobil, auch wenn Individualverkehr mit dem Pkw im Vergleich zu heute reduziert wird? Um zu erfahren, wie sich die Stader die Mobilität der Zukunft vorstellen, richtete die Verwaltung eine Fragebogenaktion aus. Diese Aktion ist jetzt beendet. Insgesamt 2.177 ausgefüllte Fragebögen - online oder in Papierform - gaben die Bürger in den vergangenen Wochen ab.

Die Bürgerbefragung steht im engen Zusammenhang mit der Verkehrsentwicklungsplanung, die ein wichtiger Bestandteil des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes ISEK Stade 2040 ist. "Wir freuen uns sehr über das große Interesse und die vielen Teilnehmer. Mir zeigt das, dass sich die Menschen gerne konstruktiv einbringen, um ihr direktes Umfeld noch attraktiver zu gestalten", meint Stades Bürgermeister Sönke Hartlef (CDU).

Fragebogen-Aktion zur Mobilität in der Hansestadt Stade gestartet

"Das Thema der Mobilität in unserer Stadt und die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und weitere Verbesserungen zu erwirken, kommt offensichtlich sehr gut an", so Hartlef (CDU). Laut Nils Jacobs, Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung, beteiligten sich nicht nur Stader an der Aktion. "Wir haben knapp 15 Prozent der online eingereichten Fragebögen von Auswärtigen bekommen."

Jacobs nahm anhand der Online-Fragebögen bereits eine kleine statistische Auswertung hinsichtlich der Altersgruppen vor. Demnach gab es 54 Prozent männliche und 46 Prozent weibliche Teilnehmer. Die Altersgruppe von 41 bis 60 Jahre war dabei mit 37 Prozent am stärksten vertreten, gefolgt von den 20- bis 40-Jährigen mit 33 Prozent und den über 60-Jährigen mit 23 Prozent. Sieben Prozent der Teilnehmer waren jünger als 20 Jahre.

Diese demografischen Angaben könne man zwar schnell auswerten, so Jacobs. "Die eigentliche Arbeit besteht nun aber in der detaillierten Analyse der gemachten Angaben – und das wird Zeit benötigen." Dies liege zum einen daran, dass die Auswertung der offen gestellten Fragen recht langwierig sei. Zudem müssten die Fachleute des Verkehrsplanungsbüros PGT die Antworten bei den Multiple-Choice-Fragen in Relation zum Alter und Wohnort des Befragten setzen. Jacobs rechnet mit einem vollständigen Ergebnis erst nach der Kommunalwahl im September.

Stader Verwaltung bindet Bürger in Planung zur Verkehrsentwicklung ein

Nach der Vorstellung des Zahlenwerks im dafür zuständigen Fachausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt folgt die zweite Stufe der Bürgerbeteiligung Anfang kommenden Jahres. "In dieser Phase wollen wir in alle Themen der Stadtentwicklung vor Ort einsteigen", erläutert Stadtbaurat Lars Kolk. Dafür sei es sinnvoll, sich auf einzelne Bereiche in der Stadt zu fokussieren und in den direkten Austausch mit den dortigen Menschen zu gehen.

Kolk kündigt an, dass die Planer gemeinsam mit der interessierten Öffentlichkeit fünf geografische Teilbereiche der Hansestadt betrachten. "Ich freue mich auf die konstruktiven Gespräche mit den Menschen vor Ort, denn daraus können wir als Planer viel lernen. Leider war es uns wegen des Coronavirus nicht möglich, schon in der nun beendeten ersten Phase der Bürgerbeteiligung mit Präsenzveranstaltungen zu arbeiten", so Kolk.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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