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Facharzt kritisiert
Zu wenig Parkplätze für Patienten in Stade

Die Tiefgarage Am Sande wird saniert. Dadurch stehen weniger Stellplätze zur Verfügung | Foto: Malte Neumann
  • Die Tiefgarage Am Sande wird saniert. Dadurch stehen weniger Stellplätze zur Verfügung
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Sanierung der Tiefgarage Am Sande sorgt für Kritik – Stadt und Betreiber reagieren

In der Tiefgarage Am Sande in Stade laufen derzeit umfangreiche Sanierungsarbeiten. Ziel der Maßnahme ist es, die Parkgarage baulich zu ertüchtigen sowie Sicherheit und Nutzungsqualität dauerhaft zu verbessern. Während der Bauphase steht allerdings nur ein Teil der Stellplätze zur Verfügung. Nach Angaben der Betriebsgesellschaft ist die Kapazität vorübergehend um rund 50 Prozent reduziert.

Kritik aus der Ärzteschaft

Die Einschränkungen haben Kritik ausgelöst. In einem Brief an das WOCHENBLATT weist der Stader Neurologe Dr. Thomas Börner darauf hin, dass insbesondere schwerkranke und gehbehinderte Patientinnen und Patienten betroffen seien. Viele hätten derzeit große Schwierigkeiten, die Facharztpraxen in der Großen Schmiedestraße zu erreichen.

Aus seiner Sicht fehle es während der Bauarbeiten an ausreichend nahegelegenen und gut zugänglichen Ersatzparkflächen, um die medizinische Versorgung sicherzustellen.

Betreiber sieht technische Notwendigkeit

Die Stader Versorgungs- und Bädergesellschaft mbH als Betreiberin der Tiefgarage erklärt, dass die Sperrungen technisch unvermeidbar seien.
„Wir sind uns der Belastung für mobilitätseingeschränkte Menschen bewusst und nehmen die Hinweise ernst“, sagt Betriebsleiter Paik-Eric Junge.

Zugleich betont er, dass beide Parkebenen weiterhin barrierefrei über Aufzüge erreichbar seien. Die Frage zusätzlicher, temporärer Parkmöglichkeiten – etwa auf dem Platz Am Sande – könne jedoch nicht allein vom Betreiber entschieden werden, sondern müsse gemeinsam mit der Hansestadt Stade geprüft werden.

Stadt verweist auf Ratsbeschlüsse

Die Stadt Stade verweist in ihrer Stellungnahme auf politische Entscheidungen. Ein Antrag, den Platz Am Sande während der Sanierung als Parkfläche freizugeben, sei im Dezember im Stadtrat beraten, jedoch mehrheitlich abgelehnt worden. Hintergrund sei das Ziel, den Platz im Rahmen des Ankerplatz-Projekts als lebendigen Aufenthaltsort weiterzuentwickeln.

„Die Stadt setzt seit Jahren auf die Nutzung von Parkhäusern, um Suchverkehre zu reduzieren“, erklärt Stadtsprecher Stephan Voigt. Auch während der Sanierung stünden Stellplätze in der Tiefgarage Am Sande sowie in den Parkhäusern Wallstraße, Bahnhof und Rathaus zur Verfügung.

Die Zufahrt zum sogenannten „Ankerplatz“ wurde auf Veranlassung der Stadt inzwischen mit Paletten blockiert. Das Umfahren der Poller ist damit nicht mehr möglich.

Hinweise zu Parkmöglichkeiten in der Innenstadt

Nach Angaben der Stadt gibt es auch in der Großen Schmiedestraße selbst reguläre Parkplätze sowie ausgewiesene Behindertenstellplätze.
„Und wer in der Großen Schmiedestraße nur abgesetzt werden soll, kann dafür die Parkverbotszone nutzen, die zum Ein- und Aussteigen freigegeben ist“, so Voigt.

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Wegen der Sanierung der Tiefgarage Am Sande in Stade stehen aktuell rund 50 Prozent weniger Stellplätze zur Verfügung. Ärzte kritisieren Nachteile für mobilitätseingeschränkte Patienten, Stadt und Betreiber verweisen auf Alternativen.

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Häufige Fragen zur Sanierung der Tiefgarage Am Sande

Warum ist die Tiefgarage Am Sande eingeschränkt nutzbar?
Wegen laufender Sanierungsarbeiten ist die Stellplatzkapazität derzeit um etwa 50 Prozent reduziert.

Welche Kritik gibt es?
Ein Stader Neurologe weist auf Probleme für schwerkranke und mobilitätseingeschränkte Patienten hin.

Ist die Tiefgarage barrierefrei?
Laut Betreiber sind beide Parkebenen weiterhin über Aufzüge barrierefrei erreichbar.

Warum wird der Platz Am Sande nicht als Parkplatz genutzt?
Ein entsprechender Antrag wurde im Stadtrat abgelehnt, um den Platz als Aufenthaltsort weiterzuentwickeln.

Welche Alternativen gibt es?
Parkhäuser in der Wallstraße, am Bahnhof und am Rathaus stehen weiterhin zur Verfügung.

Stadt Stade nimmt Verwarnung zurück
Redakteur:

Stephanie Bargmann aus Stade

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