In Stade-Ottenbeck soll ein neues Verteilerzentrum entstehen
Amazon will in Stade eine Logistik-Halle bauen

Amazon will seinen Paketversand für die Region über Stade abwickeln
  • Amazon will seinen Paketversand für die Region über Stade abwickeln
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  • hochgeladen von Jörg Dammann

jd. Stade. Amazon hat sich Stade als weiteren Standort ausgeguckt. Der Online-Versandhändler will im Gewerbegebiet Ottenbeck ein sogenanntes Verteilerzentrum bauen. Ein Bauantrag für eine Fläche am Kuhweidenweg ist vor Kurzem bei der Stadt eingegangen.

Amazon will in Stade eine Halle und ein Parkhaus errichten. Über das Verteilerzentrum soll der Transport der bestellten Waren an die Kunden abgewickelt werden. Per Lkw werden die Pakete und Päckchen aus den großen Amazon-Logistik-Zentren wie etwa in Winsen angeliefert. Die Auslieferung an die Privatkunden erfolgt dann von Stade aus per Kleintransporter.

Das Stader Verteilerzentrum soll laut Angaben der Stadt mit rund 200 Kleintransportern außer dem Stadtgebiet die umliegenden Nachbargemeinden, Kehdingen sowie Teile des Landkreises Cuxhaven abdecken. Die vorgesehene Fläche für die Logistik-Halle mitsamt Parkhaus befindet sich in privatem Eigentum.

Das Gelände liegt im Bereich eines rechtskräftigen Bebauungsplanes. Daher sei das von Amazon geplante Bauvorhaben grundsätzlich zulässig, heißt es seitens der Stadt. Eine detaillierte Prüfung des Bauantrages sei aber noch nicht erfolgt. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens müssen auch verschiedene Fachgutachten, wie etwa zum Verkehr, zum Lärmschutz und zum Naturschutz, eingereicht werden.

Laut Auskunft von Stades Bürgermeister will Amazon im Rahmen einer öffentlichen Sitzung die Pläne für Stade vorstellen. Vorgesehen ist dafür ein Termin im Januar. Mit dem Thema soll sich später federführend der Ausschuss für Finanzen und Wirtschaft befassen - aus gutem Grund: Für Bauangelegenheiten wäre eigentlich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) zuständig. Doch bei der Stadt gibt es die Sorge, dass dies falsche Erwartungen wecken könnte, wenn sich der ASU mit der Sache befasst.

Bekanntlich steht Amazon immer wieder in der Kritik. Daher werden sicher auch viele Stader, darunter wohl nicht zuletzt die örtlichen Einzelhändler, eine Ansiedlung des Versandhandelsriesen in der Hansestadt kritisch sehen.

Die geplante Amazon-Ansiedlung steht zwar als Mitteilung des Bürgermeisters auf der Tagesordnung der ASU-Sitzung am morgigen Donnerstag, 5. November, um 17 Uhr im Königsmarcksaal des Alten Rathauses. Doch eine weitere Behandlung des Themas durch den ASU soll nicht erfolgen. Da der ASU auch über die Aufstellung von Bebauungsplänen entscheidet, könnte eine Befassung durch dieses Gremium die trügerische Hoffnung wecken, dass die Politik die Möglichkeit habe, das Bauvorhaben abzulehnen, so Hartlef. Eine solche Möglichkeit besteht nach seiner Auskunft aber rein rechtlich gar nicht, sofern sich Amazon an die Vorgaben des geltenden Bebauungsplans hält.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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