Deutsche Umwelthilfe erhält Unterstützung
Widerstand gegen das geplante LNG-Terminal in Stade

Die Deutsche Umwelthilfe sowie zahlreiche Verbände und Initiativen sorgen sich um die Sicherheit: Das geplante Terminal liegt inmitten des Industrieparks, in der Nähe zu Naturschutzgebieten und dem Lager für radioaktiven Abfall
  • Die Deutsche Umwelthilfe sowie zahlreiche Verbände und Initiativen sorgen sich um die Sicherheit: Das geplante Terminal liegt inmitten des Industrieparks, in der Nähe zu Naturschutzgebieten und dem Lager für radioaktiven Abfall
  • Foto: Deutsche Umwelthilfe/MSR
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jab. Stade. Um das in Stade-Bützfleth geplante LNG-Terminal regt sich weiterer Widerstand. Nicht nur die Deutsche Umwelthilfe (DUH) stellt sich mit ihrem Gutachten gegen die Planungen, im Industriehafen einen Umschlagplatz für verflüssigte Gase zu bauen. Inzwischen haben sich mehrere Umweltverbände, Gruppen und Bürgerinitiativen zusammengeschlossen. Gemeinsam haben sie einen "Letter of disinterest" (dt. Brief über das Desinteresse) - angelehnt an den "Letter of Intent", eine verbindliche Absichtserklärung zur Bestätigung über Verhandlungen für einen Vertragsabschluss - verfasst. Derzeit befindet sich die Hanseatic Energy Hub, die für die Umsetzung des LNG-Terminals zuständig ist, in dem sogenannten "Open Season"-Verfahren. Heißt: Sie bieten die Kapazitäten im Terminal weltweit Unternehmen, die mit LNG handeln, an.

Wie der Geschäftsführer der Hanseatic Energy Hub, Manfred Schubert, mitteilte, könne er nicht verhindern, dass sich darunter auch Firmen befinden, die Fracking-Gas vertreiben. Dafür, dass das umstrittene Gas gar nicht erst in Stade angelandet wird, setzen sich die zusammengeschlossenen Gruppen ein. Mit einem LNG-Terminal sehen sie u.a. die Sicherheit der Umgebung gefährdet. Denn hier befinden sich neben dem Industriehafen auch Naturschutzgebiete sowie das Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle des ehemaligen Atomkraftwerks.

Forderungen der Initiativen und Verbände

Den Brief mit ihren Forderungen haben bisher 32 Initiativen und Verbände unterzeichnet. Sie kritisieren u.a., dass Gas als fossiler Brennstoff in den kommenden zehn bis 30 Jahren abgeschafft werden muss, um das Klima zu schützen. Im Pariser Klimaabkommen stehe außerdem, dass bis 2035 in der EU keine fossilen Brennstoffe mehr genutzt werden sollen. Dazu zähle auch LNG. Bei einem Bau des Terminals sei auch eine neue Infrastruktur nötig. Mit der Weiterentwicklung dieser steige das Risiko, die Klimaziele bis 2050 nicht einhalten zu können, da gleichzeitig mehr Gas von Verbrauchern dadurch genutzt wird.

Zudem bemängeln sie, dass die Produktion bzw. das Verflüssigen von LNG mit einem hohen Energieverbrauch einhergehe. Hinzu käme der Transport des Stoffs aus beispielsweise den USA. Somit hätte LNG einen größeren ökologischen Fußabdruck als im Vergleich Kohle.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Notwendigkeit eines Terminals. In Wilhelmshaven hätten die Investoren ihre Pläne aufgegeben, da nicht ausreichend Interesse bei Unternehmen vorhanden war.

Geplantes LNG-Terminal in Stade: Umwelthilfe legt Gegengutachten vor
Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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