"Rechtes Gedankengut zu unterstellen ist unanständig"

Jannik Stuhr lässt Dampf ab
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CDU-Vorsitzender Jannik Stuhr kritisiert Aussagen von Umweltschützer Eckard Wendt

thl. Stelle. "Der Leserbrief von Eckard Wendt, der kürzlich zum Steller Ehrenmal im WOCHENBLATT abgedruckt war, zeigt, dass er weder die Argumente der Ratsmitglieder verstanden hat, noch den Grund für die Ablehnung des Antrages der Grünen", sagt Jannik Stuhr, Steller Ratsherr und Vorsitzender der örtlichen CDU.
Wie das WOCHENBLATT berichtete, hatten die Grünen beantragt, die Inschrift im Steller Ehrenmal zu ändern, weil diese nach ihrer Ansicht zu Krieg und Vergeltung auffordert. Die gefallenen Soldaten würden als "blutige Saat" für "künftige Ernten" bezeichnet. Dies rufe dazu auf, die Gefallenen zu rächen, so die Argumentation der Grünen. Allerdings stand die Partei mit ihrer Ansicht allein da. Sämtliche andere Fraktionen im Rat lehnten den Antrag ab. Daraufhin hatte Eckard Wendt in einem Leserbrief seinen Unmut über die Abstimmung Luft gemacht und mutmaßte, dass "in Stelle noch immer revanchistisches Gedankengut in vielen Gehirnen spukt".
"Den Ratsmitgliedern rechtes Gedankengut zu unterstellen ist nicht nur hochgradig unanständig, es ist eine absolute Frechheit", so Stuhr. Er nennt vier Gründe, warum die Politik den Antrag überhaupt nicht habe zustimmen können:
• Rechtlich gesehen, ist es nicht möglich das Denkmal zu verändern. Es unterliegt dem Denkmalschutz.
• Auch die Inschrift des Denkmals ist ein historisches Dokument, das einen Einblick in die Geschichte gibt und nicht einfach verändert werden kann und es auch nicht sollte.
• Saat-Bilder waren in Deutschland schon immer Teil des Kriegsgedenkens. Säen und Ernten spielen dabei eine bildsprachliche Rolle und vermischten sich im Laufe der Jahrhunderte mit dem christlichen Glauben und werden nach herrschender Meinung als Sinnbild für Auferstehung und neues Erblühen gedeutet.
• Der auf dieser Inschrift befindliche Text ist eine Strophe aus einem Weihegebet, das insbesondere zur Einweihung von Gedenkorten gesprochen wurde. Deshalb findet er sich auf hunderten Ehrenmalen und Denkmälern.
"Abgesehen davon, dass wir rechtlich keine andere Möglichkeit hatten, als den Antrag abzulehnen, finde ich es falsch, eine historische Quelle verändern zu wollen, weil einem der Kontext der Entstehung nicht gefällt", so Stuhr weiter. "Und dass wir uns nun mit den historischen Hintergründen beschäftigen und uns ein Bild über die Entstehung und Bedeutung der Gedenkkultur machen, liegt allein daran, dass das Denkmal mit der Inschrift in dieser Form existiert. Ist das nicht der beste Grund dafür, dass sie erhalten bleibt?"

Jannik Stuhr lässt Dampf ab
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Um diese Inschrift geht der Streit
Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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