Riesen-Polizei-Aufgebot in Tostedt: Polizei-Anbau wurde feierlich eingeweiht

Vor dem Polizei-Anbau (v. li.): CDU-Landtagsabgeordneter Heiner Schönecke, Polizeipräsident Friedrich NIehörster, der frühere Tostedter Polizeichef Karl-Heinz Langner, Innenminister Boris Pistorius, Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Bostelmann, Tostedts Polizeichef Hans-Jürgen Scholz und Architekt Benjamin Ellwanger
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  • Vor dem Polizei-Anbau (v. li.): CDU-Landtagsabgeordneter Heiner Schönecke, Polizeipräsident Friedrich NIehörster, der frühere Tostedter Polizeichef Karl-Heinz Langner, Innenminister Boris Pistorius, Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Bostelmann, Tostedts Polizeichef Hans-Jürgen Scholz und Architekt Benjamin Ellwanger
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bim. Tostedt. "Ist diese Demo angemeldet?", fragte ein Gast schmunzelnd. Kein Wunder: Zur feierlichen Einweihung des Polizei-Anbaus am Rathaus in Tostedt begrüßte Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Bostelmann ein riesiges Polizei-Aufgebot, Vertreter der Oberfinanzdirektion, dazu Polit-Prominenz, Bürgermeister, Verwaltungsmitarbeiter, Ratsmitglieder und Architekten. "Hier ist etwas gelungen, was man nicht für möglich gehalten hätte: dass die Polizei ordentliche Rahmenbedingungen bekommt", sagte Ehrengast, Innenminister Boris Pistorius (53, SPD), zu der fünf Jahre währenden beengten Unterbringung und der jahrelangen Odyssee der Ordnungshüter in Tostedt. Er bedankte sich im Namen des Landes und der Polizei bei Dirk Bostelmann und dem CDU-Landtagsabgeordneten Heiner Schönecke, die sich der Sache angenommen hätten.
Wie berichtet, hat die Samtgemeinde den Anbau errichtet und vermietet ihn nun an die Polizei. Ein für Niedersachsen wohl einmaliges Engagement, mit dem u.a. der Verbleib der Polizei in Tostedt gewährleistet wird.
Dieses Beispiel müsste laut dem Innenminister sicherlich Schule machen, denn bei mehr Dienststellen im Land als erwartet gebe es einen Sanierungsstau, berichtete Pistorius. Dabei seien auch für Polizeibeamte gute Arbeitsbedingungen wichtig, um für Sicherheit zu sorgen und für die Bürger ansprechbar zu sein. In Tostedt sei bewiesen worden: "Wenn man hartnäckig ist und bereit ist, dicke Bretter zu bohren, kommt etwas Anständiges dabei heraus", sagte er.
Aber nicht nur Räumlichkeiten, sondern auch Perspektiven seien für die Polizei wichtig. In dem Zusammenhang freute sich Pistorius, über die nach den aktuellen Haushaltsberatungen geplanten 1.500 Beförderungen zu berichten.
Damit der Anbau realisiert werden konnte, hatten Dirk Bostelmann, Heiner Schönecke und der frühere Polizei-Dienststellenleiter Karl-Heinz Langner viele Gespräche mit Polizeipräsident Friedrich Niehörster und Verhandlungen mit der Oberfinanzdirektion geführt, erinnerte Dirk Bostelmann. Mit dem Anbau gebe es nun optimierte Arbeitsabläufe zwischen Polizei und Ordnungsamt sowie Synergieeffekte bei der Büro- und Parkplatznutzung.
Als Sternstunde für die Polizei in Tostedt bezeichnete der jetzige Dienststellenleiter Hans-Jürgen Scholz die Einweihung des Anbaus. Das ständige Umziehen der Polizei - acht Mal in den vergangenen 100 Jahren - werde nun ein Ende haben. Entstanden sei ein "imponierender Bau, der keine Wünsche übrig lässt". Auch die Lage in Nähe des Amtsgerichtes und des Ortskerns sei wichtig für den "Kundendienst am Bürger". Scholz bedankte sich bei den Architekten für die überaus positive Zusammenarbeit, bei Polizeihauptkommissar Torsten Adam, der die Vorplanung und Bauleitung übernommen hatte, sowie bei seinem Vorgänger Karl-Heinz Langner dafür, dass der sich für den Anbau so ins Zeug gelegt hatte. "Eigentlich müsste es Langner-Haus heißen", so Scholz, bevor die Gäste Gelegenheit hatten, den Anbau zu besichtigen.
Das Kistenschleppen zwischen dem alten Dienstgebäude in der Schützenstraße gegenüber des Rathauses in den neuen Anbau am Rathaus sei reibungslos verlaufen. "Der Umzug hat richtig Spaß gemacht, alle haben toll mitgezogen", so Polizeihauptkommissar Hans-Heinrich Hohls.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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