Polizei rät, sofort 110 anzurufen
Betrügerische Sammlung

So sehen die angeblichen Spendenlisten aus. Die genannte Organisation gibt es gar nicht   Foto: Sager
  • So sehen die angeblichen Spendenlisten aus. Die genannte Organisation gibt es gar nicht Foto: Sager
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Karin Sager findet beim Müllsammeln angebliche Spendenliste

thl. Salzhausen. Da staunte Karin Sager nicht schlecht, als sie beim Müllsammeln an der L216 in Nähe der A7-Auffahrt Garlstorf einen zerknüllten Zettel fand, der auf den ersten Blick wie eine Spendenliste aussah. "Angeblich wurde eine Sammlung des regionalen Verbandes für Taubstumme und Körperbehinderte durchgeführt, der für arme Kinder ein Haus bauen will", erzählt Sager. Da ihre Tochter blind ist, achte sie auf mögliche betrügerische Abzocken. "Es ist keine mir bekannte Organisation, für die angeblich Geld gesammelt wurde. Deswegen ging ich von einem Fake aus und gab den Zettel zur Polizei", so Sager.
Dort teilte man Sagers Ansicht, dass der Zettel einem sogenannten Spendenbetrug dienen könnte. "Solche Listen werden den Leuten meist auf Supermarktparkplätzen oder im dichten Stadtgedränge unter die Nase gehalten. Oftmals sind vor allem ältere Leute die Opfer der Betrüger", so ein Beamter. "Nicht selten werden von den Tätern auch Fantasiebeträge und Unterschriften in derartige Zettel eingesetzt, um zu suggerieren, dass bereits andere Personen Spenden gegeben haben." Gerade ältere Menschen wollen dann nicht "kleinlich sein" und zücken ihre Geldbörse.
Die Polizei rät: "Auf keinen Fall etwas spenden. Oft kann es sein, dass außer dem gespendeten Betrag noch viel mehr Geld aus dem Portemonnaie verschwindet, weil die Gauner mit flinken Fingern unbemerkt die Scheine dort herausziehen." Wer auf solche dubiosen Spendensammler trifft, sollte sofort die 110 anrufen. Nur dann könnten die Beamten reagieren und notwendige Schritte und Verfahren gegen die Betrüger einleiten.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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