Deutsch-Japanische Gesellschaft Winsen
Andrea Lentz führt neuen DJG-Vorstand in Winsen
- Bodo Beckedorf und Andrea Lentz bilden den Vorstand der Deutsch-Japanische Gesellschaft Winsen
- Foto: Deutsch-Japanische Gesellschaft Winsen
- hochgeladen von Anika Werner
Die Deutsch-Japanische Gesellschaft Winsen hat ihren Vorstand neu gewählt und setzt dabei auf Kontinuität mit frischem Antrieb. An der Spitze steht nun die Japanologin Andrea Lentz aus Scharmbeck, ihr Stellvertreter ist der langjährige Vorsitzende Bodo Beckedorf. Beide verbindet ein enger Draht nach Fukui und ein klarer Plan für den Schüleraustausch sowie die Partnerschaftsarbeit zwischen Landkreis Harburg und der japanischen Präfektur.
Die Gesellschaft organisiert seit 49 Jahren Begegnungen über Sprachgrenzen hinweg. Lentz kennt diese Brücke seit ihrer Jugend und bringt wissenschaftliche Ausbildung sowie Berufserfahrung in internationalen Teams ein. Beckedorf ist Träger des Bundesverdienstkreuzes und des japanischen Ordens The Order of the Rising Sun, Gold and Silver Rays. Das Duo wirkte bereits 2014 daran mit, den Austausch zwischen Schulen in Winsen und Fukui zu sichern und auszubauen.
Der Erfolg zeigt sich im Alltag der Schulen. 2023 besiegelten das Gymnasium Winsen und die Tsuruga High School ihre Partnerschaft mit einer Urkunde. In diesem Jahr beteiligt sich erstmals auch das Luhe-Gymnasium, neben dem Gymnasium Winsen und der BBS. Damit sind auf beiden Seiten jeweils drei Schulen eingebunden. Eine weitere Gruppe aus Winsen reist in diesem Jahr nach Japan.
Andrea Lentz zeichnet in ihrem Lebenslauf einen roten Faden. Ein Homestay mit zwölf Jahren entfachte ihr Interesse. Es folgten Japanologie an der Universität Hamburg und zwei Auslandssemester an der Keio-Universität in Tokio. Heute arbeitet sie als interkultureller Trainer und Business Coach und engagiert sich seit 38 Jahren ehrenamtlich in der DJG. „Ich bin stolz darauf“, sagt sie, „dass es uns gelingt, durch gegenseitige Delegationen auf politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und gesellschaftlicher Bereiche zusammenzubringen – vom Schüleraustausch über offizielle Delegationen im Rahmen des Partnerschaftsabkommens bis hin zu Mitgliederreisen der DJG Winsen und ihrer Partnerorganisation in Fukui. Denn schließlich sind es die Menschen, die eine Partnerschaft zwischen zwei Ländern mit Leben füllen!“
Die Verbindung reicht weit zurück. 1987 wurde die Gesellschaft gegründet. 1999 folgte das Partnerschaftsabkommen zwischen Präfektur Fukui, Landkreis Harburg und Stadt Winsen. Seitdem wächst das Netzwerk. Lentz nennt die Freundschaft zwischen Fukui und Winsen ein gelungenes Beispiel gelebter Völkerverständigung und verweist auf den Respekt, den größere DJG-Gesellschaften dafür äußern.
Die nächsten Akzente sind gesetzt. Ende September wird eine Delegation aus Fukui zu Jubiläumsfeierlichkeiten in Winsen erwartet. Im November startet der Gegenbesuch für Winsener Schüler in Japan. Für 2026 ist eine Japanreise für Mitglieder und Interessierte geplant. Wer Kontakt sucht, findet die Gesellschaft online unter www.djg-winsen.de.
Auch das Team neben der Spitze steht. Neuer Schatzmeister ist Joachim Marthe. Zum Schriftführer wurde Leonardo Meinecke gewählt. Im Beirat arbeiten Elin Pohlmann, Inge Sünder, Kerstin Kuhn und Miri Shin. Die DJG will damit Kurs halten und die Freundschaft über die Luhe hinaus lebendig halten.
Redakteur:Anika Werner aus Winsen |
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