Atommüllendlager: Sichtweise der Betroffenen stärker berücksichtigen

Die Mitglieder der BI wollen das Atommüllendlager in Bahlburg verhindern
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Service

Weiterer Corona-Todesfall
Gesamtzahl der gemeldeten Corona-Fälle im Kreis Stade klettert auf über 12.000

jd. Stade. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Stade ist am Freitag, 21. Januar, auf 567,3 gestiegen. Die Inzidenzen in den anderen Landkreisen in der Region zwischen Elbe und Weser sind sogar noch etwas höher. Der Landkreis Harburg hat jetzt sogar die 1.000er-Marke überschritten. Aktuell sind im Landkreis Stade 1.558 Personen mit dem Coronavirus infiziert (positiver Corona-Test). Innerhalb von 24 Stunden wurden 259 Neuinfektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der seit Pandemie-Beginn...

Sport
Beim  "Gipfel der Quizgiganten" trat die 15-Jährige u.a. gegen Guido Cantz an
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"Gipfel der Quizgiganten"
Tostedter Tischtennis-Ass Mia im TV

(bim). Mia Griesel hat eine schlagfertige Rückhand - das bekamen am Montag die TV-Größen Günther Jauch, Johannes B. Kerner und Guido Cantz zu spüren. Das 15-jährige Tischtennis-Ass des MTV Tostedt war in der TV-Show "Gipfel der Quizgiganten" auf RTL zu sehen. Die Gymnasiastin und Schülerin des Sportinternats Hannover musste aber keine kniffligen Fragen beantworten, sondern begeisterte das TV-Publikum mit ihrem sportlichen Können. Ergebnis: Gegen die zweifache...

Panorama
Jenny Elvers, ehemalige Heideblütenkönigin aus 
Amelinghausen, beim Promibacken

Amelinghausen
Ex-Heideblütenkönigin Jenny Elvers beim Promibacken

(sv/nw). Seit ihrer Krönung zur Heideblütenkönigin in Amelinghausen im Jahr 1990 hat Jenny Elvers sich beim Dschungelcamp, Big Brother und jetzt beim SAT.1-Promibacken im Reality-TV einen Namen gemacht. Dabei sieht Elvers sich selbst eher als eine gute Köchin denn als Bäckerin. Vor der Show war sie eine absolute Backanfängerin, Kuchen und Torten gab es nur vom Bäcker. Ihre einzige Annäherung an die Welt des Backens war das Plätzchenbacken mit ihrem Sohn. Weil sie aber so ein großer Fan der...

Wirtschaft
Die Visualisierung zeigt das futuristische Gebäude des "BREAK"-Autohofs
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Hotel, Restaurants und Raststätte
Evendorf: Autohof der Zukunft soll Anfang 2023 fertig sein

as. Evendorf. Das Fundament liegt bereits: Die Arbeiten am Autohof an der A7-Abfahrt Evendorf schreiten voran. Laut Thorsten Neumann, Projektentwickler der Nanz-Gruppe, sollen Hotel, Restaurants und Rastanlage im Frühjahr 2023 eröffnet werden. Nach Workshops mit Bürgern, Politik, Verwaltung und Investor wurde im vergangenen Jahr die Änderung des Bebauungsplanes „Thaneberg, Döhle/Evendorf“ beschlossen. Wie berichtet, investiert die Nanz-Gruppe rund 20 Millionen Euro, um auf rund 15 Hektar unter...

Panorama
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Corona-Zahlen im Landkreis Harburg am 21. Januar
Mittlerweile sechs Kommunen mit einer Inzidenz über 1.000

(thl). Die Corona-Zahlen im Landkreis Harburg steigen weiter an: Am heutigen Freitag, 21. Januar, haben bereits sechs Kommunen eine Inzidenz von über 1.000. Die Inzidenz für den Landkreis Harburg stieg gegenüber dem Vortag um 107,8 auf jetzt 1117,5. Insgesamt 2.861 (+276) neue Fälle wurden in den vergangenen sieben Tagen registriert. Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz ist von 5,9 auf 6,1 gestiegen. Die Intensivbettenbelegung blieb bei 4,9 Prozent. Seit dem Ausbruch der Pandemie haben...

Panorama

Schulklassen in häuslicher Isolation
Wegen Omikron: Droht den Schulen doch wieder die Schließung?

(ts). Mit Auftauchen der Omikron-Virusvariante hat sich der Landkreis Harburg zum Corona-Hotspot entwickelt. In Städten und Gemeinden steigen die Inzidenzen mittlerweile auf über 1.000. Besonders an Grundschulen ist die Lage angespannt, weil erst wenige Kinder geimpft sind. An der Grundschule Maschen (230 Schüler und Schülerinnen) zum Beispiel waren in einer Woche vier Schulklassen jeweils nach dem positiven PCR-Testergebnis eines Kindes in Selbstisolation - Dimensionen, die im Schulalltag...

Blaulicht
Schon wieder wurden in der Umkleidekabine von Bundesliga-Handballerinnen Kameras versteckt (Symbolfoto)

Spielerinnen finden Kameras in Umkleidekabine
Weiterer Spannerskandal in der Handball-Bundesliga

os. Buchholz/Metzingen. Die Handball-Bundesliga der Frauen wird erneut durch einen Spannerskandal erschüttert: Spielerinnen der TuS Metzingen haben Anfang dieser Woche zwei Kameras im Umkleideraum der Öschhalle in der 23.000-Einwohnerstadt in Baden-Württemberg entdeckt. Erst vor einer Woche war ein ähnlicher Fall beim Ligakonkurrenten Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten bekannt geworden, der den Handballsport in den Grundfesten erschüttert hatte (das WOCHENBLATT berichtete). Parallele in...

Wirtschaft
Der geplante Surfpark soll nicht nur von ambitionierten Sportlern genutzt werden. Er soll auch ein attraktives Freizeitangebot für alle Altersgruppen sein
Aktion

Nachhaltig oder umweltschädlich?
Ein umstrittenes Projekt: Der geplante Surfpark in Stade - Stimmen sie online ab!

Nehmen Sie am Online-Voting teil. Das WOCHENBLATT möchte Ihre Meinung erfahren, liebe Leserinnen und Leser. Wie denken Sie über das Thema? jd. Stade. Er gehört zu den ungewöhnlichsten Bauprojekten, die im Landkreis Stade jemals geplant bzw. umgesetzt wurden: der Surfpark, der im Süden Stades auf einem bisherigen Maisacker der landwirtschaftlichen Genossenschaft Raisa (vormals Stader Saatzucht) entstehen soll. Wie berichtet, stößt das ehrgeizige Bauvorhaben der Brüder Jan und Dirk Podbielski aus...

Panorama
Die meisten Ärzte sind laut der Ärztekammer geimpft, ob es im März zu Personalmangel kommt, bleibe abzuwarten

Ahlerstedt
Hausarzt schmeißt wegen Impfpflicht und Pharmaindustrie hin

sv. Ahlerstedt. Noch knapp zwei Monate haben ungeimpfte Mitarbeiter in Arztpraxen, Kliniken, Betreuungseinrichtungen und in der Pflege Zeit, sich gegen Corona impfen zu lassen, bevor am 16. März die einrichtungsbezogene Impfpflicht greift. Was in vielen Einrichtungen bereits jetzt zu Personalmangel führt, hat Hausarzt Dr. Jens Wagner in Ahlerstedt (Landkreis Stade) sogar dazu gebracht, seine ärztliche Tätigkeit zu beenden: Noch bis Anfang Juni will er in der Praxisgemeinschaft mit Dr. Nicole...

thl. Winsen. Was die Nutzung von Daten zum Salzstock Bahlburg bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle für die Region bedeutet und wie der aktuelle Sachstand der Methodenentwicklung aussieht, stand jetzt im Mittelpunkt eines Online-Informationsgespräches. Landrat Rainer Rempe, Winsens Bürgermeister André Wiese, Salzhausens Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Krause, Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies, die Mitglieder des neuen Kreistagsausschusses für Kreislaufwirtschaft und Atommüllendlagersuche sowie Ortsvorsteher und Vertreter der Bürgerinitiative Bahlburg wurden dort vom Geschäftsführer der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), Steffen Kanitz, informiert.
Wie das WOCHENBLATT berichtete, soll der Salzstock in Bahlburg als Untersuchungsort für die Tauglichkeit zum Atommüllendlager herhalten. Dagegen laufen Bürger und Kommunen Sturm.
Das Gespräch war bei der öffentlichen Veranstaltung im September mit den betroffenen Kommunen und dem Landkreis Harburg vereinbart worden, um den Sachstand zum Salzstock Bahlburg als Gebiet zur Entwicklung der Methode für die anstehenden repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen (rvSU) zu erläutern. Einen ersten Ergebnisstand zum Vorgehen will die BGE bei einer öffentlichen Veranstaltung am 28. März vorstellen, danach beginnt das sogenannte Konsultationsverfahren, bei dem sich die Bürger schriftlich einbringen können.

Rollen die Castoren etwa bald nach Bahlburg?

"Transparenz und Kommunikation sind die zentrale Herausforderung im Auswahlprozess für das Endlager“, betonte Umweltminister Olaf Lies. Das Beispiel Bahlburg zeige schon im Hinblick auf die Methodenentwicklung, dass der BGE ein transparentes Vorgehen wichtig ist, aber auch, wie wichtig eine entsprechende Sensibilität bei einer guten Kommunikation ist.

Endlagersuche: Das Bemühen um Entwarnung im Landkreis Harburg

Landrat Rainer Rempe würdigte nach der Online-Konferenz ausdrücklich das Engagement und die Einschätzung der Landesregierung. "Im weiteren Prozess wird es wichtig sein, gerade die Sichtweise der Betroffenen einzunehmen“, sagte Rempe. Auch im Namen von Bürgermeister Wiese und Samtgemeindebürgermeister Krause machte Rempe deutlich, dass Landkreis und Kommunen „das Verfahren im Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger weiter kritisch verfolgen werden. Die wissenschaftliche, geologische Untersuchung kann nur ein Aspekt sein, den es bei der Endlagersuche zu berücksichtigen gilt. Immerhin geht es um die Zukunft und Entwicklung unseres Landkreises.“ Daher müssten auch die Nähe zur Wohnbebauung, die Bedeutung für die Natur und als Erholungsgebiete berücksichtigt werden.
BGE-Geschäftsführer Steffen Kanitz erläuterte den Umfang einer repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersuchung. „Dazu gehören mehrere Elemente, mit denen die Sicherheit eines möglichen Endlagers in einer geologischen Formation verbunden mit der dafür notwendigen Technik bewertet werden kann“, sagte er. Mit Blick auf den Salzstock Bahlburg beschrieb Kanitz die Datenquellen, mit denen die BGE arbeitet, beispielsweise Bohrdaten, zu denen auch Schichtenverzeichnisse und Ergebnisse geophysikalischer Bohrlochmessungen gehören. Kanitz zeigte zwei Darstellungen des Salzstocks aus den geologischen 3D-Modellen des Landes Niedersachsen und die Unterschiede zwischen den beiden Modellen aus dem Jahr 1993 (Geotektonischer Atlas 3D) sowie 2021 (TUNB Tiefer Untergrund des norddeutschen Beckens). Zudem wies er darauf hin, mit welchen Mitteln die BGE mehr Informationen über den inneren Aufbau des Salzstocks (Internbau) gewinnen möchte.
Die Rückfragen der Teilnehmer an die BGE bei der Konferenz machten deutlich, wie erklärungsbedürftig die geologischen Zusammenhänge sind. Die Fragen drehten sich auch darum, welche Datenquellen die BGE für ihre Analysen heranzieht.
In der Diskussion ging es außerdem um die grundsätzliche Eignung der Wirtsgesteine Salz, Ton und Kristallin mit den unterschiedlichen Vor- und Nachteilen. Im Ausland – beispielsweise in den USA, in Finnland und Schweden – gebe es dazu unterschiedliche Antworten. BGE-Geschäftsführer Kanitz betonte jedoch, dass die Frage nach dem am besten geeigneten Wirtsgestein nicht zeitnah entschieden werde. Für einige Nachteile der jeweiligen Wirtgesteine gebe es auch technische Lösungen, die diese gegebenenfalls ausgleichen könnten.
Die Beteiligten vereinbarten aufgrund der konkreten regionalen Betroffenheit, den bisherigen engen Austausch auch nach der Veröffentlichung des Entwurfs der Methodenentwicklung Ende März mit direkten Gesprächen aufrecht zu erhalten. Darauf drängte insbesondere auch der Vertreter der BI Salzstock Bahlburg, Christian Grupp. Er sagte, dass die Zeit des Konsultationsverfahrens begrenzt und die Materie für Laien kaum zu durchdringen sei. Dies unterstrich auch Landrat Rempe und wies darauf hin, dass die Aussagen bei der öffentlichen Veranstaltung im September längst nicht alle überzeugt hätten.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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