49 Jahre Freundschaft mit Fukui
DJG Winsen feiert Jubiläum der Japan-Partnerschaft mit Gästen aus Fukui
- Neun Gäste aus Japan besuchten Winsen
- Foto: DJG Winsen
- hochgeladen von Anika Werner
Fischbrötchen in der Heide, Kutschfahrt durch die Natur, Reden voller Dankbarkeit. Die Deutsch-Japanische Gesellschaft Winsen hat eine Delegation aus der japanischen Partnerregion Fukui empfangen. Anlass war das 25-jährige Jubiläum des Partnerschaftsabkommens zwischen dem Landkreis Harburg, der Stadt Winsen und der Präfektur Fukui.
Neun Gäste, angeführt von Sachiko Hata-Murata, Vorsitzende der Japanisch-Deutschen Gesellschaft in Fukui, reisten für drei Tage nach Winsen. Sie übernachteten in Gastfamilien und erlebten ein Programm, das persönliche Begegnungen über kulturelle Grenzen hinweg möglich machte. Die DJG hatte den Besuch mit viel Engagement vorbereitet.
Der Empfang begann mit einem Picknick in der Lüneburger Heide. Bei strahlendem Sonnenschein standen norddeutsche Spezialitäten wie Matjesbrötchen, Rollmops und Apfelschorle auf dem Menü. Ein Moment der Leichtigkeit, der sofort das Eis brach. Es folgte eine Kutschfahrt durch die herbstliche Landschaft, bevor die Gäste abends von ihren Gastfamilien begrüßt wurden.
Ein besonderes Erlebnis hatte Tsukasa Hori. Der Reisbauer aus Fukui, der gemeinsam mit seinem Vater die Reissorte Ichihomare anbaut, besuchte den Hof Benecke in Scharmbeck. Die Führung durch den modernen Familienbetrieb mit Melkzentrum, Hofladen und Kompostierungsstall übernahm Junior Hermann Benecke. Der Austausch über Landwirtschaft wurde zum persönlichen Höhepunkt.
Am Nachmittag führte eine Stadtführung durch Winsen die Gäste an zentrale Orte und gab Einblicke in Geschichte und Architektur. Der Samstagabend stand ganz im Zeichen des Jubiläums.
Im Gasthaus Zur Linde kamen Gäste, Gastgeber und Vertreter aus Politik und Verwaltung zusammen. Andrea Lentz, frisch gewählte Vorsitzende der DJG, begrüßte die Anwesenden mit einem sehr persönlichen Statement: „Der Austausch zwischen Menschen ist das Herzstück einer Partnerschaft. Ich freue mich, dass wir – die Mitglieder unserer beiden Gesellschaften – über solch einen kostbaren Schatz persönlicher Begegnungen über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg verfügen. Ich bin stolz auf unsere langjährige und tiefe Freundschaft, die gegenseitigen Besuche in Fukui und Winsen, die Herzlichkeit der Homestays und die deutsch-japanische Freude bei jedem Wiedersehen. Genau das ist für mich gelebte Völkerverständigung.“
Auch Vizekonsul Hiroyuki Yamada vom Japanischen Generalkonsulat in Hamburg würdigte das Engagement der Beteiligten. Er gratulierte Andrea Lentz zur Wahl und sagte: „Es ist bewundernswert, was die gegenwärtigen und früheren Aktiven der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Winsen sowie der Japanisch-Deutschen Gesellschaft Fukui, unterstützt von der Bevölkerung und der Politik, auf diesem Gebiet geleistet haben.“
Sachiko Hata-Murata erinnerte in ihrem Grußwort an gemeinsame Erfolge. Darunter die Verleihung des Ordens der Aufgehenden Sonne an den früheren DJG-Vorsitzenden Bodo Beckedorf und den Tod von Yukio Kurita, ehemaliger Gouverneur von Fukui und Ehrenvorsitzender des Freundschaftsvereins. Sie sagte: „Sein Engagement und seine Vision wirken bis heute fort.“
Am Sonntag verbrachten die Gäste den Vormittag in ihren Gastfamilien. Nachmittags folgte ein Ausflug nach Lüneburg. Der Abend klang bei einem deutsch-japanischen Treffen im Krone Brauhaus aus, bei dem Gespräche und Kulinarik im Mittelpunkt standen.
Am Montag hieß es Abschied nehmen. Die Delegation reiste weiter nach Frankfurt. Dort standen Besichtigungen und eine Rheinschifffahrt auf dem Programm. Ein Wiedersehen im nächsten Jahr ist geplant.
Redakteur:Anika Werner aus Winsen |
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