Blick auf Winsen
Fußgängerzone für 13 Millionen Euro kaputte Steine? Heidlandsweg bald ein Trümmerfeld? Karnevalistischer Nachmittag und Bürgerversammlung in Borstel
- Das sollte bei 13 Millionen Euro kein Standard sein.
- Foto: Rüdiger Störtebecker
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Seit Ende 2024 ist bereits durch Wochenblatt-Online Artikel das Problem bekannt geworden, dass sehr viele Steine in der Fußgängerzone an den Kanten und Ecken abgestoßen sind.
Daraufhin hatte ich damals die Bauleiterin, Frau Kleiner von der ausführenden Baufirma Wiese und Suhr zu diesem Thema angeschrieben und um eine Erklärung für die Schäden gebeten.
Sie schrieb mir, dass die Reinigungsmaschinen der Stadt das Problem sind. Diese saugen mit dem Dreck das Fugenmaterial auf und dadurch haben die Steine im oberen Bereich keinen richtigen Halt mehr. Bei Belastung durch Fahrzeuge stoßen die Ecken und Kanten aneinander und verursachen die Schäden und Bruchstellen.
Da sichtlich immer mehr Steine beschädigt werden, fragte ich jetzt erneut bei der Firma Wiese und Suhr nach. Die Antwort von Frau Kleiner erstaunte mich dann doch sehr.
Es hatte 2025 nach dem Artikel ein Gespräch mit der Firma Wiese und Suhr und der Stadt gegeben.
Damit nicht noch mehr Schäden entstehen wurde der Stadt von Seiten der Firma empfohlen, über alternative Reinigungsmethoden nachzudenken.
Dies wurde von der Stadt aus Kostengründen abgelehnt. Die Innenstadt von Hand mit Besen zu säubern sei zu teuer.
Weiterhin wurde von der Firma empfohlen, die Fugen neu zu verschlämmen und 8 Wochen aushärten zu lassen. Auch das wurde von der Stadt abgelehnt. Die Stadt sei verpflichtet innerstädtische Flächen zweimal pro Woche zu reinigen.
Auf Grund dieser Unbeweglichkeit der Stadt werden werden wir wohl erleben, dass in absehbarer Zeit immer mehr Steine Abbruchstellen haben.
Bei den im Jahr 2022 geschätzten Baukosten von über 13 Millionen Euro ist das nicht zu tolerieren. Über die genaue Höhe der Baukosten für die Innenstadtsanierung gibt natürlich niemand Auskunft, sie werden wie ein Geheimnis gehütet. Warum wohl?
Weiter zum Heidlandsweg. Dieser wurde während der Bauarbeiten an der Osttangente als Ausweichstrecke genutzt. Dadurch wurde die Straße sehr in Mitleidenschaft gezogen. Auf meine Anfrage bei der zuständigen Behörde des Landkreises Harburg zur Instandsetzung der Straße nach Ende der Bauarbeiten erhielt ich vom Pressesprecher, Herrn Frosdorfer folgende Antwort. "Ausweichstrecken werden vorher begutachtet und der Ausgangszustand dokumentiert. Nach Ende der Bauarbeiten wird dann dieser Zustand mit dem Ist-Zustand abgeglichen und wieder so hergestellt wie der Ausgangszustand war."
Ein weiteres Problem könnten die Bauarbeiten der Bahn an der Strecke Hamburg - Lüneburg werden. Wie das Wochenblatt berichtete wird von der Bahn eine Baustelleneinrichtungsfläche eingerichtet. Diese Fläche soll dann hauptsächlich über den Heidlandsweg und die Straße Repmoor zu erreichen sein und bringt zusätzlichen Schwerlastverkehr.
Am 21.02.26 findet im Dorfgemeinschaftshaus in Borstel ein karnevalistischer Nachmittag statt. Die Ortsvorsteherin Frau Hendrike König lädt zu Kaffee und Kuchen satt für 10 Euro ein. Für ein Feuerwerk der guten Laune sorgt der Carnevalclub Süderelbe mit einem furiosen Programm. Diesmal sogar begleitet vom Steller Chor mit Liedern zum mitsingen. Nicht nur Senioren sind hier angesprochen und eingeladen!
Am 24.02.26 folgt dann die Bürgerversammlung in Borstel. Als erster Punkt auf der Einladung steht Pastor Kalbach mit dem Thema "Umgang-miteinander - Spiegel unserer Gesellschaft"
Nach meinen Infos soll es bei diesem Thema hauptsächlich um das Verhalten untereinander und der Berichtserstattung in den Zeitungen beim Projekt Feuerwehrhaus Neubau in Borstel gehen.
Diese Projekt hat lange für Unruhe gesorgt und hat zwischen den Parteien viel Porzellan zerschlagen. Allerdings auch zwischen den Bürgern und der Politik.
Mann kann nur hoffen, dass dieses Thema nicht von der Politik bewusst angeregt wurde um in großer Runde in Borstel politisches Kapital daraus zu schlagen.
Eine Bürgerversammlung dient der direkten Information der Bewohner durch die Verwaltung und der Erörterung lokaler Angelegenheiten. Nicht mehr und nicht weniger.
Leserreporter:Rüdiger Störtebecker aus Winsen |
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