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Landkreise Harburg und Lüneburg für Ertüchtigung der Ilmenau-Schleusen: "Wasserstand darf nicht mehr sinken"

An der Schleuse in Bardowick (v. li.): Manfred Nahrstedt, Rainer Rempe, Heiner Luhmann, Gustav Rieckmann und Bernd-Jürgen Strauch | Foto: oh
  • An der Schleuse in Bardowick (v. li.): Manfred Nahrstedt, Rainer Rempe, Heiner Luhmann, Gustav Rieckmann und Bernd-Jürgen Strauch
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ce. Landkreis. Seit Jahren sinkt der Wasserstand der Ilmenau, die auch durch die Landkreise Lüneburg und Harburg fließt. Im Winter werden die Wehre vom zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt für längere Zeit geöffnet und die angrenzenden Flächen dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Jetzt wollen sich die Kreise Harburg und Lüneburg gemeinsam mit der Hansestadt Lüneburg, der Samtgemeinde Bardowick und dem Förderverein zum Erhalt der Schiffbarkeit auf der Ilmenau für ein Ende dieses Vorgehens und für die Ertüchtigung der Schleusen einsetzen.
Vertreter der Regionen trafen sich jetzt an der Ilmenau-Schleuse in Bardowick. Die drei historischen Nadelwehre Bardowick, Wittorf und Fahrenholz in diesem Abschnitt der Ilmenau gelten als schützenswerte Baudenkmäler. „Es handelt sich um einige der letzten Nadelwehre im norddeutschen Raum“, betonte Lüneburgs Landrat Manfred Nahrstedt. Ein Nadelwehr diene dazu, Wasser anzustauen, um eine bestimmte Wassertiefe für die Schifffahrt zu erlangen. Neben Nahrstedt waren bei dem Treffen Rainer Rempe, Erster Kreisrat des Kreises Harburg, Bardowicks Samtgemeindebürgermeister Heiner Luhmann sowie Gustav Rieckmann und Bernd-Jürgen Strauch vom Förderverein dabei.
„Der Stöckter Hafen ist das Tor zur Ilmenau“, hob Rainer Rempe hervor. „Allein schon aus touristischen Gründen sollte die Schiffbarkeit der Ilmenau erhalten bleiben.“ Die Metropolregion Hamburg will mit dem Leitprojekt „Kurselbe“ die Elbe und ihre Nebenflüsse touristisch ausbauen. Kürzlich hatten sich die Landräte der Kreise zwischen Magdeburg und Hamburg dafür ausgesprochen, den Tourismus zu Land und zu Wasser zu stärken.
Laut einer Machbarkeitsstudie des Wasser- und Schifffahrtsamts Lauenburg und des Niedersächsischen Landesamtes für Wasser-, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) würde eine Ertüchtigung der Schleusen rund 19 Millionen Euro kosten. Da die Ilmenau zwischen Lüneburg und Hoopte Bundeswasserstraße ist, müsste der Bund dafür aufkommen.
Durch den sinkenden Wasserstand sei ein hoher Amphibienverlust in der Ilmenau zu beobachten, weil die Tiere im Wasser nicht mehr überwintern könnten. „Außerdem wird der Lebensraum der Wiesenvögel bedroht“, so Nahrstedt. Er frage sich daher, ob das Wasser-Schifffahrtsamt seinen Unterhaltungspflichten nachgekommen sei.
In einem gemeinsamen Schreiben wollen die Landkreise, die Hansestadt und die Samtgemeinde Bardowick nun den Bundesverkehrsminister auffordern, eine weitere Absenkung der Ilmenau zu verhindern und die Ertüchtigung der Schleusen schnellstmöglich umzusetzen.

Redakteur:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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