Bahnprojekt Hamburg-Hannover
Aufatmen in Winsen: Viertes Gleis vom Tisch
- Das politische Tauziehen um die Bahnverbindung Hamburg-Hannover beschäftigt nicht nur die Winsener Politik seit Jahren
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Die Luhestadt bleibt von massiven Eingriffen durch einen weiteren Gleisausbau mitten im Stadtgebiet verschont. Nach der Einigung der Berliner Regierungskoalition auf einen kompletten Streckenneubau zwischen Hamburg und Hannover ist die umstrittene Bestandsstrecken-Erweiterung durch Winsen endgültig passé.
Große Erleichterung herrscht darüber bei der Winsener Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. „Wir begrüßen diese Entscheidung ausdrücklich“, betont Fraktionsvorsitzende Margot Schäfer. Nur ein Neubau schaffe die nötigen Kapazitäten für die Mobilitätswende, ohne die Luhestadt zu belasten: „Wir sind erleichtert, dass die erwartbaren negativen Auswirkungen der Alternativvariante – ein viertes Gleis für Winsen – vom Tisch sind.“
Für die Bürger an der Luhe bedeutet der Beschluss zweierlei: Der befürchtete jahrelange Großbaustellen-Druck direkt vor der eigenen Haustür entfällt, zugleich soll die Bestandsstrecke künftig durch den abgewanderten Fernverkehr entlastet werden. Das Ziel ist ein verlässlicherer Nahverkehr Richtung Hamburg und Lüneburg im Sinne des Deutschlandtakts.
Nun richtet sich der Blick auf die konkreten Planungen der neuen Trasse abseits der Bestandsstrecken. Das Vorhaben müsse zügig umgesetzt werden, so Schäfer, allerdings mit klaren Vorgaben: „Gleichzeitig gilt es, die Belastungen für Natur und Anwohnergemeinden so gering wie möglich zu halten. Hierauf muss jetzt der Fokus liegen.“
Redakteur:Jan Filter aus Winsen |
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