Mauer weg - Imageschaden da

Nino Ruschmeyer

thl. Winsen. Auch wenn das Thema Lärmschutzwand auf dem Spielplatz an der Albert-Schweitzer-Straße zumindest vorerst vom Tisch ist (das WOCHENBLATT berichtete), geht die Diskussion munter weiter. Während viele Oppositions-Politiker die Aussage von Bürgermeister André Wiese (CDU), die Bahn habe die Mauer entsorgt, weil die Abnahme zu lange gedauert habe, als einen geschickten Schachzug werten, um ohne großen Gesichtsverlust aus der Sache heraus zu kommen, gibt Ratsherr Nino Ruschmeyer (Gruppe Winsener Liste/FDP) den Ratskollegen die Schuld, dass Winsen jetzt einen Imageschaden erlitten habe.
"Wir wollten das Problem in der Dezember-Ratssitzung ohne großes Aufheben aus der Welt schaffen", so Ruschmeyer. Deswegen habe man beantragt, die Lärmschutzwand nur zu bauen, wenn sichergestellt sei, dass sie nicht mit Schadstoffen belastet sei. "Bei der Herkunft der Wand, war für uns klar, dass in ihr Schadstoffe gefunden werden. Dann wäre das Thema sowieso vom Tisch", so Ruschmeyer weiter und erklärt den Hintergrund seines Handelns: "Im April 2010 hat der Stadtrat einstimmig der Errichtung einer Lärmschutzwand im Rahmen des Projektes 'Soziale Stadt' zugestimmt." Was der Liberale allerdings verkennt, ist die Tatsache, dass die viele der Wandgegner 2010 noch gar nicht im Stadtrat waren. Trotzdem ledert Ruschmeyer weiter: "Diejenigen, die jetzt voreilig das große Presserad gedreht haben um sich zu profilieren, haben den Beteiligten auf allen Seiten einen Bärendienst erwiesen und dem öffentlichen Ansehen der Stadt geschadet."

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