Winsen: Gestaltungssatzung kommt

Auch wenn Bauherren immer versucht haben, die neue Fassade ins Stadtbild einzupassen, sieht man - wie hier in der Rathausstraße - doch deutlich den Unterschied. Das soll künftig anders sein   Foto: thl
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Winsens Verwaltungsausschuss hat Weichen gestellt, um Stadtbild zu erhalten / Weitere Beschlüsse

thl. Winsen. Die Stadt Winsen will ihr Stadtbild für die Zukunft bewahren und sicherstellen, dass sich Neubauten in das historische Stadtbild einfügen. Deswegen hat jetzt der Verwaltungsausschuss die Weichen für eine neue Satzung gestellt, mit der die baugestalterische Entwicklung der Innenstadt positiv beeinflusst werden soll. Ein externes Planungsbüro erhält den Auftrag für die Erarbeitung der Regelung. Die Öffentlichkeit wird intensiv beteiligt in dem Verfahren, das insgesamt vergleichbar mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes ist.
Wie das WOCHENBLATT berichtete, sah die Verwaltung eine entsprechende Satzung als notwendig an, weil "die Innenstadt typische baugestalterische Belange über informelle Absprachen zwischen Bauherrn und Bauaufsicht nicht immer gelungen sind".
Weitere VA-Entscheidungen:
Das Büro CapattiStaubach aus Berlin erhält den dritten Teilauftrag für die Vorbereitung und Mitwirkung bei der Auftragsvergabe im Rahmen des Projektes "Winsen 2030". Von den Kosten in Höhe von 219.000 Euro liegt der Eigenanteil der Stadt aufgrund der Förderung bei 73.000 Euro.
Der Ausschuss hat festgelegt, dass die Arbeiten am Masterplan Bahnhofstraße sich vorrangig auf den Rad- und Fußgängertunnel unter der Bahn und auf die Weiterentwicklung des Winsener Bahnhofs zu einem Mobilitätsknoten konzentrieren sollen.
Zur Realisierung des Baugebietes "Am Luhedeich" kauft die Stadt zwei weitere Grundstücke an: eine 6.760 Quadratmeter große und eine gut 8.400 qm große Fläche. Angekauft werden außerdem verschiedene, insgesamt fast 20.000 qm große Flurstücke zur Aufstockung des städtischen Ökopools. Auch in Roydorf erwirbt die Stadt eine fast 9.400 qm große Fläche zur Bodenbevorratung. Da die Stadt bereits über die umliegenden Grundstücke verfügt, bieten sich hier zukünftig vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten.
Einem geplanten Erweiterungsbau für ein Pflegeheim mit Kurzzeitpflege in der Sielhöfe steht der Ausschuss grundsätzlich positiv gegenüber. Das ist ausdrücklich bekundet worden. Um über die vom Vorhabenträger beantragten Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes abschließend entscheiden zu können, haben die Mitglieder sich aber einvernehmlich für die Vorlage detaillierterer Unterlagen, u.a. eine Visualisierung des Vorhabens und einen Zeitplan für die Realisierung, ausgesprochen.
Dipl.-Ing. Martin Färber, der bereits von 2009 bis 2017 in der Tiefbauabteilung gearbeitet hat, wird zur Stadtverwaltung zurückkehren. Er hat sich im Ausschuss vorgestellt und wird nach dem positiven Votum ab Anfang 2021 die Rathausmannschaft verstärken.
Abschließend wurden Bauaufträge im Gesamtwert von rund 351.000 vergeben.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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