Energiewende in Winsen
Solarpark Grevelau offiziell eröffnet
- Strahlende Gesichter des Stadtwerke-Projektteams bei der Eröffnung: Roland Mayer (v. li.), Laura Vitali,
André Wiese (Bürgermeister), Hans-Georg-Preuß und Thomas Kals (HORIZON-Geschäftsführer) - Foto: Michael Bogumil
- hochgeladen von Anika Werner
In Winsen ist der erste Solarpark der Stadtwerke offiziell ans Netz gegangen. Nach nur wenigen Monaten Bauzeit liefert die Anlage an der A39 nahe Grevelau ab sofort klimafreundlichen Strom für rund 3.000 Haushalte.
Auf rund 13 Hektar Fläche stehen 17.810 Solarmodule. Gemeinsam erzeugen sie jährlich mehr als 11 Millionen Kilowattstunden Strom und sparen damit rund 7.400 Tonnen CO₂ ein. Das entspricht etwa dem Ausstoß von 600 Menschen. Gebaut wurde der Solarpark in Rekordzeit. Alle Module wurden in weniger als drei Wochen installiert. Bereits Mitte November ging die Anlage in Betrieb.
Für die Stadtwerke war das Projekt in mehrfacher Hinsicht ein Meilenstein. Nicht nur, weil es sich um die größte Solarstromanlage in Winsen handelt. Sondern auch, weil erstmals Bürger über eine Schwarmfinanzierung mitinvestieren konnten. Innerhalb von sieben Minuten war die Beteiligungssumme von einer Million Euro vergriffen. Die Stadtwerke werten das als deutliches Zeichen, dass die Menschen vor Ort bereit sind, aktiv an der Energiewende mitzuwirken.
Auch finanziell zeigt sich das Projekt stabil. Trotz anfänglicher Sorgen über gestörte Lieferketten und steigende Kosten durch den Ukraine-Krieg blieben die Ausgaben am Ende deutlich unter den Erwartungen. Statt der geplanten 7,5 Millionen Euro kostete der Bau nur 4,5 Millionen. Die erzeugte Energie kann somit zu günstigen Preisen verkauft werden. Davon profitiert unter anderem das Krankenhaus Winsen, das sich über zehn Jahre rund die Hälfte seines Strombedarfs lokal sichert.
Zur Eröffnung betonten die Stadtwerke, dass ihnen die lokale Verankerung wichtig sei. Ein Schäfer aus Winsen übernimmt die Pflege der Fläche. Die Regiosaat wird so auf natürliche Weise kurz gehalten. Außerdem wird der Solarpark bald um eine grüne Komponente ergänzt: Schüler der Johann-Peter-Eckermann-Realschule pflanzen im Rahmen eines Projekts rund 1.000 Bäume auf dem Gelände. So entsteht nicht nur ein Ort für Stromproduktion, sondern auch für Umweltbildung und Artenvielfalt.
Redakteur:Anika Werner aus Winsen |
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