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Kindergärten im Blick

Alt und marode: Die Kita Tönnhausen soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden (Foto: thl)

Städtischer Fachausschuss befasst sich mit dem Neubau zweier Einrichtungen

thl. Winsen. Gleich mit zwei Bauvorhaben für Kindergärten beschäftigt sich der zuständige Fachausschuss in seiner nächsten Sitzung am morgigen Donnerstag, 22. November, ab 17 Uhr in der Aula der Alten Stadtschule. Zum einen geht es um das Entwurfskonzept für die Kita im Neubaugebiet Norderbülte, zum anderen soll ein Grundsatzbeschluss für den Neubau einer Kindertagesstätte in Tönnhausen gefasst werden.
"Im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Norderbülte ist der Neubau einer Kindertagesstätte für drei Krippen- und drei Elementargruppen geplant. Auf Grund der Dringlichkeit der Maßnahme, soll bereits im Frühjahr 2019 mit der Umsetzung begonnen werden. Im Mai 2020 soll die Eröffnung sein. Die geplante Kindertagesstätte ist mittelfristig als Ersatzbau für den alten Kindergarten im Matthias-Claudius-Weg gedacht", heißt es in der Vorlage für den Ausschuss. Für die Einrichtung hat die Stadt eine gut 4.600 Quadratmeter große im Zufahrtsbereich zum Baugebiet reserviert. Dadurch soll der Bring- und Holverkehr im Gebiet minimiert werden. Die Kindertagesstätte soll eine Nutzfläche von rund 1.330 Quadratmeter haben. Der Bau wird aufgrund der begrenzten Grundstücksgröße zweigeschossig geplant. Rund 4,1 Millionen Euro will die Stadt investieren. Die Trägerschaft der Kindertagesstätte übernimmt der Kirchenkreis Winsen. Die Politik soll jetzt dem umfassenden Entwurfskonzept zustimmen.
Ebenfalls in die Jahre gekommen ist die DRK-Kita in Tönnhausen. Sie entspricht nicht mehr den heutigen Standards, die einer modernen Einrichtung zugrunde liegen sollten. "Das Kita-Gebäude sowie das unmittelbar nebenan liegende Schulgebäude, welches ebenfalls als Mehrzweckraum von der Kita genutzt wird, hat Mängel im baulichen und energetischen Bereich, die Elektrik und die Heizungsanlage sind veraltet, die Raumkapazitäten sind zu eng bemessen. Es fehlen Sozialräume für die Mitarbeiter. Eine Sanierung bzw. Erweiterung der Gebäude ist zu aufwendig und zu teuer im Vergleich zu einem Neubau", heißt es aus der Verwaltung. Zudem habe sich die Nutzungsintensität erheblich verändert. Während die Kita in früheren Jahren eine ausschließliche Halbtagsbetreuung für Elementarkinder anbot, sei zwischenzeitlich das Angebot auf Ganztagsbetreuung bis 16 Uhr ausgeweitet worden. Die Anzahl der Ganztagsplätze habe in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen, sodass mittlerweile zwei Vormittagsgruppen und 1,5 Nachmittagsgruppen bestünden, die die Ganztagsbetreuung gewährleisten. Eine Krippengruppe bestehe trotz Nachfrage aus dem Einzugsgebiet an dieser Kita nicht.
Im Rahmen des Projektes Dorfentwicklung Winsener Marsch fand eine öffentliche Unterarbeitskreissitzung statt, in der die Verwaltung zusammen mit den Teilnehmern folgenden Plan entworfen hat: Der Standort der Kindertagesstätte soll in der Dorfmitte verbleiben. Das alte Gebäude soll samt alter Schule abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Für die Dauer der Bauzeit werden die Gruppen in Behelfscontainern auf dem Grundstück untergebracht. Geschätzte Gesamtkosten: rund 2,3 Millionen Euro.
Spielt die Politik mit, soll die Sache wie folgt aussehen: Vom Bauzeitenplan her kann mit der Planung, Baugenehmigung und Ausschreibung Sommer 2019 bis Sommer 2020 gerechnet werden. Im Herbst 2020 erfolgen die Aufstellung der Container für den Kitabetrieb während der Bauphase und der Abbruch der vorhandenen Gebäude. Anfang 2021 ist als Baubeginn und die Fertigstellung für Anfang 2022 terminiert.