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Beim Neubau geht es gut voran: Die Ahlerstedter Feuerwehr erhält ein größeres Domizil

Rathauschef Rainer Schlichtmann, Ortsbrandmeister Harald Lange und Harald Müller vom Bauamt (v.li.) schauten sich auf der Baustelle um
 
Die Skizze zeigt, wie das neue Gerätehaus aussehen wird
jd. Ahlerstedt. Ein wichtiger Mosaikstein im Feuerwehr-Konzept: Die Ahlerstedter Stützpunktwehr erhält ein neues Gerätehaus. Stein auf Stein, das Häuschen wird bald fertig sein: Wie gut es beim Neubau des Ahlerstedter Feuerwehrgerätehauses voran geht, davon überzeugten sich kürzlich Ortsbrandmeister Harald Lange und Harsefelds Samtgemeindebürgermeister Rainer Schlichtmann. Sie informierten sich bei einem Ortstermin zwischen Ytong-Steinen und Mörteleimern über den Baufortschritt. Die Maurer haben die Wände bereits so weit hochgezogen, dass man sich eine Vorstellung von den räumlichen Dimensionen des rund 630 Quadratmeter großen Gebäudes machen kann.

"Selbstverständlich gibt es hier einen extra Umkleide- und Sanitärbereich für die Damen", berichtet Harald Müller, der Hochbauexperte im Harsefelder Rathaus. Die Ausführung des Gebäudes entspreche sämtlichen Vorschriften, und dazu zähle eben auch, dass Männlein und Weiblein im Einsatzfall räumlich voneinander getrennt ihre Ausrüstung anlegen müssen. Die "Damenumkleide" sei zwar nicht so großzügig dimensioniert wie der Bereich für die Männer, aber das sei eben der Tatsache geschuldet, dass von den 44 Aktiven der Ahlerstedter Ortswehr derzeit nur fünf weiblich seien.

Auch ansonsten ist in dem neuen Domizil der Ahlerstedter Feuerwehrleute an alles gedacht. Neben dem Schulungsraum gibt es einen Gruppenraum für die Jugendfeuerwehr und sogar eine Behinderten-Toilette wird eingebaut. "Inklusion ist auch bei uns ein wichtiges Thema", erklärt der Ortsbrandmeister. Und wenn beispielsweise der Nachwuchs junge Menschen mit Handicap in seine Reihen aufnehme, müssten auch die baulichen Gegebenheiten drumherum passen.

Laut Lange war der Neubau erforderlich geworden, nachdem die Feuerwehr-Unfallkasse im jetzigen Gerätehaus mehrere Mängel - darunter zu geringe Sicherheitsabstände - moniert habe. Zunächst sei ein Anbau angedacht worden, doch diese Lösung habe sich als nicht praktikabel erwiesen. So entschied sich die Samtgemeinde - bei ihr liegt die Zuständigkeit für den Brandschutz - dafür, ein neues Gerätehaus zu errichten. Nach Auskunft von Rathauschef Schlichtmann werden rund 850.000 Euro investiert. Das Ganze würde erheblich teurer ausfallen, wenn die Ahlerstedter Blauröcke nicht etliche Arbeiten in Eigenleistung verrichten. Außerdem sei es gute Gepflogenheit in der Samtgemeinde, dass die jeweilige Mitgliedskommune das Grundstück für ein Gerätehaus beisteuert.

Wenn das neue Gerätehaus voraussichtlich im Februar 2015 fertiggestellt sein wird, ist ein weiterer wichtiger Mosaikstein im Feuerwehr-Konzept der Samtgemeinde gesetzt: Das Konzept sieht vor, dass es neben der Schwerpunkt-Wehr Harsefeld zwei Stützpunkt-Wehren gibt, die über eine entsprechende Ausrüstung verfügen, um die insgesamt 16 Ortswehren in der Samtgemeinde bei Einsätzen zu unterstützen.

Für diese Aufgabe sind die Ahlerstedter kürzlich mit einem nagelneuen Hilfeleistungs- und Löschfahrzeug im Wert von rund 220.000 Euro ausgestattet worden. Im September beginnen am Harsefelder Gerätehaus die Arbeiten für einen Anbau. Dieser bietet dann Platz für die Drehleiter, die im Frühjahr 2015 ausgeliefert wird. Auch in Bargstedt soll einiges modernisiert werden. Die Planungen dafür laufen in Kürze an.