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Kommt bald eine kirchliche Kita? - Die evangelische Kirchengemeinde Harsefeld will sich als Träger für einen Kindergarten bewerben

Die Kirche möchte sich bei der Kinderbetreuung engagieren (Foto: Fotolia / Sergey Novikov)
jd. Harsefeld. Acht Kitas gibt es im Flecken Harsefeld. Diese werden - bis auf den Waldkindergarten - allesamt vom DRK betrieben. Nun ist ein weiterer Kindergarten in Planung: Wie berichtet, soll dieser im Neubaugebiet am Neuenteicher Weg entstehen. Für die neue Einrichtung, die vier Gruppen umfassen und bereits zu Beginn des Kindergartenjahres 2017/18 ihre Pforten öffnen soll, will sich die evangelische Kirchengemeinde als Träger bewerben. "Wir werfen unseren Hut in den Ring, damit auch die Harsefelder Eltern eine Auswahl wie in vielen anderen Orten haben", sagt Pastor Axel Rothermundt: Eine gewisse Vielfalt hinsichtlich des Angebotes in der Kinderbetreuung könne sich nur positiv auswirken.

Laut Rothermundt gibt es in der Kirchengemeinde schon länger die Absicht, die Trägerschaft für einen Kindergarten zu übernehmen. Bislang habe man sich aber zurückgehalten - vor allem wegen des hohen Verwaltungsaufwandes, den ein Kita-Betrieb mit sich bringe. Nun gebe es aber im Kirchenkreis Buxtehude den Kindertagesstätten-Verband, von dem die Kirchengemeinde reichlich Unterstützung besonders in organisatorischer Hinsicht erhalten könne, so Rothermundt: "Mit dem Verband im Rücken bestehen aus unserer Sicht die idealen Rahmenbindungen, um einen kirchlichen Kindergarten in Harsefeld zu etablieren."

Nach Ansicht des Pastors stellt das neue Wohngebiet am Redder eine besondere "Herausforderung" dar: Harsefeld müsse jetzt die Aufgabe angehen, die zahlreichen Neubürger in das soziale Gefüge des Ortes zu integrieren: "Dabei kann die Kirche eine wertvolle Hilfe bieten. Schließlich ist die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien ein wesentlicher Bestandteil unseres Gemeindelebens." Die Kirche möchte damit auch ein Zeichen setzen, so Rothermundt: "Seht her, wir nehmen unsere Verantwortung für die Gesellschaft ernst."

Auch wenn die Arbeit im Kindergarten unter christlichen Vorzeichen gestaltet werde, gebe es keine religiöse Ausgrenzung, so Rothermundt: "Wir werden für alle Konfessionen offenstehen und einen Besuch des Kindergartens nicht vom Glauben abhängig machen", erklärt der Pastor. Ob die evangelische Kirchengemeinde tatsächlich den Zuschlag erhält, ist aber noch völlig offen: Die Entscheidung fällt die Politik. "Vielleicht werden wir auch als Kommune Träger de Kita", erklärte Rathauschef Rainer Schlichtmann auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Die Finanzierung der rund 1,5 Millionen Euro teuren Kita, die drei Krippengruppen und eine Elementargruppe umfassen soll, übernimmt auf jeden Fall der Flecken Harsefeld.