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Küchen-Chaos beim Landkreis - Planlos: In der Jugendherberge Inzmühlen wird die Küche doppelt umgebaut

Monteure mussten die Gastronomieküche in der Jugendherberge Inzmühlen aus- und wieder einbauen (Foto: bim)
(mum). Das vorweg: Die Mitarbeiter des Landkreises Harburg leisten in der Flüchtlingskrise - ebenso wie die vielen ehrenamtlichen Helfer - großartige Arbeit. Innerhalb von drei Jahren schufen sie Unterkünfte für etwa 3.000 Asylbewerber - quasi aus dem Nichts. Jetzt aber hat der Landkreis einen dicken Bock geschossen. In der ehemaligen Jugendherberge Inzmühlen (Samtgemeinde Tostedt) wurde sinnlos Geld versenkt - die Rede ist von bis zu 6.000 Euro.
Hintergrund: Als die Gemeinde Handeloh die im Sommer geschlossene Jugendherberge kaufte, atmete man beim Landkreis auf. Mitten im Wald sollten bis zu 160 Flüchtlinge untergebracht werden. Sofort wurden Aufträge vergeben - unter anderem wurde die funktionstüchtige Gastronomie-Großküche ausgebaut und eine Trennwand gezogen. Für die Familien beziehungsweise alleinstehenden Männer wurden zehn Kochplätze (Herd und Ofen) eingerichtet. Dazu mussten neue Leitungen für Wasser und Strom verlegt werden. Vor zwei Wochen dann die Rolle rückwärts. Statt Erwachsene ziehen nun bis zu 60 unbegleitete minderjahrige Flüchtlinge ein. Statt einzelner Kochplätze sollte es nun wieder eine Gastronomieküche sein. Zum Glück hatte die Samtgemeinde Tostedt die alte Großküche nicht entsorgt, sondern eingelagert.
„Das ist nicht glücklich gelaufen“, räumt Landkreis-Sprecher Johannes Freudewald ein. Schuld sei das Land Niedersachsen: Es hatte kurzfristig mitgeteilt, dass binnen zwei Wochen 60 Jugendliche untergebracht werden müssen. „Da die Küchengeräte in anderen Standorten eingebaut werden können, halten sich die Mehrausgaben für den doppelten Umbau im Rahmen“, so Freudewald. Er geht von bis zu 6.000 Euro aus.