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"Helfende Hände“ des Freilichtmuseums in Ehestorf

"Da hat's bei mir gefunkt!" - Wolfgang Meyer ist fasziniert von der Lebendigkeit des Freilichtmuseums am Kiekeberg (Foto: oh)

Von der Datenverarbeitung zur Malerei - Wolfgang Meyer ist einer der Ehrenamtlichem am Kiekeberg

(nw/tw). In der Serie "Helfende Hände“ stellt Konrad Leonhardt (65), Vorstandsmitglied des Kiekeberg-Fördervereins, für das WOCHENBLATT die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Freilichtmuseums am Kiekeberg in Ehestorf im Portrait vor. Heute: Wolfgang Meyer (44).
Er ist gebürtiger Hamburger, aber in Hollenstedt aufgewachsen. Wie seine Eltern und die Schwester liebte Wolfgang Meyer das kleine Haus in der ländlichen Idylle - zugleich war die Familie beruflich und kulturell nach Hamburg hin orientiert. Nach seinem Abitur in Neu Wulmstorf, studierte Wolfgang Meyer in Göttingen Betriebswirtschaftslehre und arbeitete währenddessen zeitweilig als Wirtschaftsinformatiker für IBM. Inhaltlich zu fesseln vermochte die berufliche Beschäftigung mit der Optimierung betrieblicher Abläufe den examinierten Diplomkaufmann jedoch nur bedingt. Denn in der Studienzeit hatte er auch mit dem Malen begonnen und schnell seine Begabung entdeckt.
Dem Studium schloss sich der Zivildienst bei der Lebenshilfe Tostedt an. Während eines zweiwöchigen Einsatzes als Betreuer einer Behindertengruppe beim Arbeiten im Freilichtmuseum am Kiekeberg lernte Wolfgang Meyer die Institution kennen und lieben.
An die Stelle der Datenverarbeitung trat letztlich die Beschäftigung mit Malerei, Kunst und historischem Mobiliar. Mit Interesse besucht er Kunstausstellungen und Auktionen.
Zeitweilig nahm auch das Radfahren einen großen Stellenwert in seinem Leben ein. Wolfgang Meyer war vor Jahren bei den Junioren und Amateuren Hamburger Meister in verschiedenen Disziplinen. Rennen fährt er inzwischen keine mehr - aber sein Rennrad steht noch heute griffbereit im Hauseingang.
Vor zwei Jahren besuchte Wolfgang Meyer mit seinen zwei Nichten das Kiekeberg-Museum. „Dabei ist mir der große Unterschied zwischen den klassischen Museen, den Kunstausstellungen und dieser Lebendigkeit des Kiekebergs aufgefallen: diese blühenden Gärten, die Tiere und die Menschen - diese Vitalität hat mich auf einmal fasziniert. Ich habe dann im Internet entdeckt, dass man ehrenamtlich nach eigenem Bedarf mitarbeiten kann. Da hat's bei mir gefunkt! Seither mache ich mit. Verbindlich einmal im Monat. Und falls ich Zeit und Lust habe, kann mich das Museum auch zusätzlich anfordern.“
• Weitere helfende Hände werden im Freilichtmuseum immer gebraucht. Infos bei Carina Meyer unter Tel. 040 790176-18.