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Ist das Familienfreundlich? Rosengarten gründet erst "Bündnis für Familie" und erhöht dann die Kita-Gebühren

Bürgermeister Dirk Seidler setzt seine Unterschrift unter dass Gründungsdokument des "Bündnis für Familie" (Foto: archiv os)

mi. Rosengarten. Eltern in der Gemeinde Rosengarten fühlen sich von der Politik verschaukelt. Gerade wurde in Rosengarten mit viel Tamtam ein sogenanntes Bündnis für Familie aus der Taufe gehoben. Ziel die Gemeinde attraktiver für Familien machen. Keine vier Wochen später ist offenbar eine kräftige Erhöhung der Kita-Gebühren im Gespräch.

Ein Antrag, den SPD, Grüne, Linke und unabhängige Wähler beim Kinderbetreuungsausschuss am kommenden Montag (19 Uhr, Rathaus) einbringen wollen, hat angeblich zum Ziel, die Kita-Gebühren gerechter zu gestalten. Elternvertreter kritisieren den Entwurf jedoch scharf. „Für rund 70 Prozent aller Eltern in Rosengarten bedeutet der Vorschlag eine Gebührenerhöhung um bis zu 110 Euro im Monat und keine Entlastung“, so Elternvertreter Ole Arndt gegenüber dem
WOCHENBLATT. Schon jetzt sei für viele Familien die finanzielle Schmerzgrenze bei den Gebühren überschritten. In einem gemeinsamen Positionspapier fordern die Elternvertreter deswegen eine stufenweise Abschaffung der Beiträge. Das Papier liest sich wie ein Armutszeugnis für die Kita-Politik der Gemeinde Rosengarten. Kritisiert werden neben den hohen Gebühren unter anderem die Kernöffnungszeiten, die nur mangelhaft die Arbeitszeiten vieler Eltern abdeckten, sowie das wenig transparente Vergabeverfahren für Kita-Plätze.
Viele Baustellen also für das Bündnis für Familie. Zumindest wenn die Institution, für die Rosengarten extra eine halbe Verwaltungsstelle geschaffen hat, am Ende mehr sein soll als eine reine „Marketingaktion“.