Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

25 Jahre Frauenbeauftragte in Stade

Bürgermeisterin Silvia Nieber gratuliert Karina Holst zum 25-jährigen Amtsjubiläum

Karina Holst feiert Jubiläum / Motto: "Aufwärts, wohin denn sonst" / Festvortrag über modernen Feminismus

tp. Stade. In ihre Amtszeit fielen zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitssituation von Frauen, wie die Gründung des Frauen- und Mütterzentrums, die Programme "Pfiff" zur Förderung von Frauen in Führungspositionen und "Mistral zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen und vieles mehr: Ihr 25-jähriges Amtsjubiläum feierte die Gleichstellungsbeauftragte, früher Frauenbeauftragte, der Stadt Stade, Karina Holst, am Mittwoch mit vielen Gästen aus Politik und Gesellschaft im Königsmarcksaal des historischen Rathauses.

"Aufwärts, wohin denn sonst", sei von Anfang an ihr Leitspruch bei der Begleitung von Frauen in unterschiedlichsten Lebensphasen gewesen, sagte Holst. Mit der damals noch freiwilligen Einrichtung einer Frauenbeauftragten-Stelle leistete Stade seinerzeit Pionierarbeit. Durchgesetzt hatte dies eine Gruppe engagierter Frauen im Stadtrat, die sich "die 5. Fraktion“ nannte.

Seitdem hat Karina Holst mit ihrem Team viel erreicht. Sie erinnerte an Erfolge ihrer Arbeit, darunter Kampagnen gegen häusliche Gewalt, Selbstverteidigungskurse und nicht zuletzt das Knüpfen von Netzwerken zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

"Beruf, Familie oder beides?", anders noch als vor einem Vierteljahrhundert, müssten sich Frauen heute glücklicherweise nicht mehr für eine dieser Entscheidungen rechtfertigen, sagte Ehrengast Ulrike Hauffe, Landesbeauftragte für Frauen des Landes Bremen. In ihrem Vortrag "Von wegen lila Latzhose.

Junge Frauen und Feminismus", machte sie deutlich, dass es auf dem Weg zur Gleichstellung noch viel zu tun gebe. Moderne Feministinnen hätten dies erkannt und wenden sich auf neuen Wegen wie Botschaften in Rap-Texten oder Bloggs im Internet erfolgreich gegen den Alltags-Sexismus, starre Geschlechterrollen und setzen sich für Chancengleichheit im Job mit fairer Bezahlung und flexiblen, familienfreundlichen Arbeitszeiten ein. Laut Hauffe kämpfen sie heute nicht mehr allein: "Die Strukturen wollen sie mit gemeinsam den Männern ändern."