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Flüchtlinge im Markus-Café in Stade-Hahle: "Gott sei Dank, es geht uns gut"

Die Sprache der Flüchtlinge ist verschieden, bei den Wünschen für 2018 sind sich alle einig: Sie hoffen auf eine gesicherte Existenz in Deutschland (Foto: Heidehede Hönisch)

Wünsche im alten Jahr wurden erfüllt / Hoffnung auf Arbeit

tp. Stade. Die Gäste des kirchlichen Markus-Cafés in Stade-Hahle nutzten kürzlich ihr letztes Treffen im Jahr 2017, um sich über ihre Hoffnungen für das neue Jahr auszutauschen und auf das zurückliegende Jahr zu blicken. "Bis auf eine Familie haben alle Teilnehmer ein Bleiberecht in Deutschland. Damit ist ein Großteil der Hoffnungen für das vergangene Jahr in Erfüllung gegangen", sagt Diakon Wolfgang Hönisch.

Die Kinder und Jugendlichen besuchen die unterschiedlichen Schulen oder befinden sich in einer handwerklichen Ausbildung. Die Erwachsenen absolvieren einen Integrationskurs oder erlernen die deutsche Sprache. "Wir möchten hier in Hahle bleiben. Hoffentlich gibt es hier eine Wohnung für uns!“ Das ist laut Hönisch der sehnlichste Wunsch der Flüchtlinge für 2018.

Eine eigene Wohnung, die das Provisorium einer städtischen vorläufigen Unterbringung ablöst, Deutsch lernen und Arbeit oder Ausbildung finden, um nicht mehr abhängig zu sein vom Sozialamt oder dem Job-Center. Für viele werde es ein harter Weg. Loai (23) hat in Syrien Informatik studiert, bevor er vor dem Krieg geflohen ist. "Ich mache gerade einen Deutschkursus und hoffe, dass ich im neuen Jahr eine Ausbildung als pharmazeutisch-technischer Assistent beginnen kann".

Fariba kommt aus dem Iran, hat zwei Kinder und einen Mann, der einen Deutschkurs besucht. Sie hofft, "dass ich bald einen Kindergartenplatz für meine kleine Tochter finde, damit ich auch zur Schule gehen kann. Kurz vor Weihnachten haben wir eine eigene Wohnung gefunden. Es geht uns gut. Gott sei Dank".

Einheimische willkommen

Etwa 20 Personen besuchen freitagnachmittags ab 15 Uhr das Markus-Café im Gemeindehaus in Stade-Hahle, Lerchenweg 10.
Die zehn Ehrenamtlichen bieten diesen Treffpunkt seit mehr als zwei Jahren an und sagen, "wir sind auch im nächsten Jahr mit dabei und hoffen, dass noch möglichst viele unser Buch lesen, dass die Geschichte des Cafés erzählt und einen Einblick in die unterschiedlichen Fluchtgeschichten gibt". Einheimische Gäste sind willkommen.