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Flüchtlinge in Stade: Das ist der aktuelle Stand

59 Flüchtlinge leben derzeit noch im früheren Kreiswehrersatzamt, Platz wäre hier für 150 (Foto: archiv)
bc. Stade. Der Druck ist raus. Kaum noch Flüchtlinge erreichen Stade. Nach Angaben der Verwaltung verzeichnete die Hansestadt in diesem Jahr bis jetzt 78 Neuzuweisungen. Hinzu wurden 20 Personen im Zusammenhang mit Familien-Nachzügen untergebracht.
Zum Vergleich: Den Höchststand erreichte die Stadt am 24. März 2016 mit insgesamt 900 Asylbewerbern, die unterzubringen waren. Aktuell sind es 616, davon sind 155 Personen anerkannt, besitzen also ein Bleiberecht. SPD-Fraktionschef Kai Holm: „Die Unterbringung ist gut gelaufen, jetzt geht es um das Thema Integration.“
Die meisten Flüchtlinge leben im Stadtgebiet, insgesamt sind es aktuell 325. Davon leben noch 59 im Kreiswehrersatzamt, 97 sind in den neuen Unterkünften in Ottenbeck am Sophie-Scholl-Weg sowie im Boardinghouse untergebracht. In Hagen leben derzeit 17 Flüchtlinge, in Bützfleth sind es 78, Haddorf hat zehn Asylbewerber aufgenommen, Wiepenkathen 14 und Hahle inklusive der Bremervörder Straße 75.
Anders als zu den Hochzeiten hat die Stadt gegenwärtig jede Menge freie Plätze für Asylbewerber zur Verfügung. Insgesamt sind es 251 Plätze, die meisten davon in den Sammelunterkünften. Alleine ins Kreiswehrersatzamt könnten gut 150 Flüchtlinge wohnen.
Hinzu kommt, dass die Stadt im Zuge der Unterbringung 105 Wohnungen angemietet hat, davon stehen aktuell zwölf leer - inklusive gekündigter Wohnungen. Langfristig angemietet ohne aktuelle Belegung sind derzeit sieben Wohnungen. Das Problem: Die Kosten für komplette Leerstände trägt die Stadt. „In der Regel steht dann aber eine Kündigung in Aussicht“, so Stadtsprecher Tjorven Plate.
22 Brückenmietverträge konnte die Stadt dagegen bereits übergeben. Das bedeutet: Wird ein Asylbewerber anerkannt, wird er selber Mieter und nicht mehr die Stadt.