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Kunstrasen-Platz gerettet

Der Kunstrasenplatz darf aufgrund von Verklumpungen in der Gummi-Granulat-Schicht nicht betreten werden

Nach 60.000-Euro-Schaden: Finanzausschuss empfiehlt Kostenbeteiligung der Stadt

tp. Stade. Erleichterung beim großen Sportverein VfL Stade. Für die Sanierung des beschädigten Kunstrasenplatzes im Stadtteil Ottenbeck hat die Stadt ihre finanzielle Unterstützung zugesagt. Einen entsprechenden Beschluss brachte der Finanzausschuss auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig auf den Weg. Der Verein soll einen Zuschuss von 30.000 Euro und einen Kredit über 30.000 Euro für die Instandsetzung bekommen. Das Letzte Wort hat der Rat, der am Montag, 30. Juni, um 18 Uhr im Rathaus tagt.

Wie berichtet, ließ die Vereinsspitze um den VfL-Präsidenten und FDP-Ratsherren Carsten Brokelmann vor rund acht Wochen den erst sechs Jahre alten Kunstrasenplatz sperren. Die Sportfläche ist aufgrund von Verklumpungen im Unterbau aus Gummi-Granulat unbenutzbar.

Während die CDU mit Unterstützung der FDP und der Wählergemeinschaft einen Antrag auf komplette Übernahme der Reparaturkosten von 60.000 Euro durch die Stadt gestellt hatte, sprach sich die SPD-Fraktion zunächst für eine finanzielle Beteiligung des mehr als 4.000 Mitglieder starken Vereins aus. Im Vorfeld der Finanzausschuss-Sitzung verständigten sich die Fraktionen schließlich auf die Kompromisslösung aus städtischer Finanzspritze und Kredit.

"Mit dem Ergebnis können wir leben", sagt VfL-Präsident Carsten Brokelmann. Der Kredit soll bereits im kommenden Jahr beglichen werden. Laut Carsten Brokelmann muss der Verein mindestens 12.000 aus Eigenmitteln beisteuern. Mit maximal 18.000 Euro greift der Kreis-Sportbund dem VfL unter die Arme.

Mitte Juli soll eines bundesweit tätige Fachfirma mit der Sanierung des Platzes beginnen. Voraussichtlich Ende August sind die Bauarbeiten beendet.

Da sämtliche Gewährleistungsfristen abgelaufen sind, hat der VfL nur im Fall grober Arglist des Herstellers eine Chance auf Schadenersatz. Der Verein werde deshalb bis auf weiteres von gerichtlichen Schritten absehen, so Carsten Brokelmann: "Aber wir sammeln Hinweise."