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Viele Wünsche, kaum Pläne

Bürgermeister Hans Blank vor der Brachfläche im Dorfzentrum von Stade-Hagen. Sein Ziel: "Ein gesunder Mix aus Wohnungen und Geschäften"

Hässliche Brache im Zentrum von Hagen: Ausschuss für Stadtentwicklung setzt Planverfahren in Gang

tp. Stade-Hagen. Die rund 2.500 Quadratmeter große Brache an der Kornstraße ist ein optischer Schandfleck im Dorfzentrum der Stader Ortschaft Hagen. Das soll sich bald ändern: Auf seiner jüngsten Sitzung hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltfragen (ASU) der Stadt Stade den Weg für eine Bebauung frei gemacht. Seitens der Politik und der Bürger der 1.700-Einwohner-Gemeinde gibt es viele Wünsche für die künftige Nutzung des Areals, doch der Eigentümer, Gastwirt Günter Wiebusch, hat bislang keine großen Pläne.

Wie berichtet, gab Günter Wiebusch aus wirtschaftlichen Gründen vor rund einem Jahr die traditionsreiche Dorfgaststätte mit Saalbetrieb auf. Wegen eines Sanierungsstaus sowie hoher Heizungs- und Stromkosten war das energetisch veraltete Gebäude nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben und wurde abgerissen. Um das bislang unbeplante Privatgrundstück einer neuen Nutzung zuzuführen, hat der ASU dem Verwaltungsausschuss jetzt den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan empfohlen.

Nach Ansicht der Verwaltung bietet das Grundstück "weitgehende Spielräume für eine eigenständige Entwicklung". Der Bebauungsplan ermöglicht eine Mischnutzung aus Wohnen, Handel, Dienstleistungen und Gastronomie.

Hagens Bürgermeister Hans Blank wünscht sich "einen gesunden Mix aus Wohnungen und Geschäften". Im Dorf herrsche Bedarf für ein Lebensmittelgeschäft, eine Einrichtung für betreutes Wohnen, für einen Frisör, eine Apotheke, einen Imbiss oder ein Bistro sowie eine Physiotherapie-Praxis, so Blank.

Doch Gastwirt Günter Wiebusch plant bislang lediglich ein Wohnhaus für seine Familie. Die Wiebuschs wollen in die Nähe ihres Gästehauses ziehen, das sie in gleich neben der Baubrache an der Kornstraße betreiben. Der Baubeginn ist noch für dieses Jahr angepeilt. Laut Günter Wiebusch spielen seine Söhne zudem mit der Idee, auf der Freifläche ein Mietshaus zu errichten. Weiter lässt sich der Eigentümer nicht in die Karten schauen.

Gegenüber dem WOCHENBLATT äußerte Wiebusch seinen Missmut darüber, dass die Gemeinde ihn nicht unterstützt habe, als die drohende Schließung der Gaststätte im Raum Stand. Stattdessen habe die Lokalpolitik in den Ausbau des örtlichen Schießstandes investiert.