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"Zugewanderte müssen sich einbringen"

Empfang der neuen Staatsbürger durch Landrat Michael Roesberg (Mi.) im Kreishaus (Foto: Landkreis Stade)

Neubürger-Empfang: Landrat fordert Ausländer zur Mitwirkung auf

tp. Stade. Aus Sicht vieler Kritiker führt die Ausländerbehörde des Landkreises Stade eine restriktive Ausländerpolitik - insbesondere bei Asylbewerbern. Das WOCHENBLATT berichtete über Proteste gegen Lebensmittelgutscheine und die spektakuläre Abschiebung der Fredenbecker Familie Fazlijaj vor fast zwei Jahren. Mit zwei kleinen Kindern war sie in der Nacht in den Kosovo abgeschoben worden. Doch zumindest bei legalen Zuwanderern gibt sich der Landkreis als gastfreundlich. Kurz vor der Landratswahl am Sonntag hieß die Behörde um Landrat Michael Roesberg Zuwanderer bei einer Feier mit Häppchen willkommen.

Im vergangenen Jahr haben 107 Zuwanderer aus 31 Ländern im Landkreis Stade die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Bei dem inzwischen fünften Empfang für Neustaatsbürger sagte Roesberg: „Wir möchten nicht nur über Integration reden, sondern zeigen, dass wir uns freuen, dass Sie im Landkreis Stade angekommen sind.“ Weiter sagte der Landrat: „Der Einbürgerungsakt ist ein erster Schritt, auf den noch weitere folgen müssen. Die Zugewanderten müssen sich in ihrer Gemeinde einbringen, aktiv am Leben in unserer Gesellschaft mitwirken, die Werte teilen und die Gesetze respektieren." Die Einheimischen ihrerseits müssten die Integration unterstützen,

Mit der neuen Staatsbürgerschaft ist das Recht verbunden, zu wählen und selbst gewählt zu werden. Die Freizügigkeit in der EU ist für Zuwanderer erst mit der deutschen Staatsangehörigkeit erworben, sofern die Neubürger nicht aus einem Staat der Gemeinschaft eingewandert sind. Asylbewerber hingegen dürfen weder wählen, noch das Kreisgebiet verlassen. Andernfalls droht die Behörde mit umstrittenen Bußgeldern.