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Energie-Gesetz bedroht Jobs in der Chemie

Energieintensive Industrie: das Dow-Werk in Stade

Dow Deutschland schreibt offenen Brief an Energieminister Sigmar Gabriel

tp. Stade. Die Reform der Umlage zu erneuerbaren Energien (EEG) schürt Job-Ängste beim international tätigen Chemie-Giganten Dow mit Standort in Stade. Betriebsräte und Geschäftsführung der Dow Deutschland warnen vor steigenden Energiekosten, die sich negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der Produktionsstandorte in Deutschland auswirken könnten.

Der Konzern hat jetzt einen offenen Brief an Bundes-Energieminister Sigmar Gabriel geschrieben, der dem WOCHENBLATT vorliegt. Darin heißt es: „Die aktuelle Novellierung bereitet uns große Sorgen um unser Unternehmen und seine 5.300 Arbeitsplätze in Deutschland.“

Dow zähle zur energieintensiven Industrie, die sich im internationalen Wettbewerb behaupten müsse und trotzdem mit erheblich höheren EEG-Umlagen belastet werden solle. Für Dow würde dies Mehrkosten von rund 60 Millionen Euro pro Jahr bedeuten und jeden Arbeitsplatz im Schnitt mit mehr als 11.000 Euro jährlich zusätzlich belasten. "Dies könnten wir nicht mehr kompensieren“, heißt es in dem Schreiben. Statt der bisher geltenden 0,05 Cent je Kilowattstunde sei nun eine Erhöhung um das Zwanzigfache auf rund einen Cent in der Diskussion.

Dow Stade hat bei Energiekommissar Günther Oettinger in Brüssel für eine industriefreundliche Regelung beim Erneuerbare-Energien-Gesetz geworben. Das Unternehmen verwies auf die starke internationale Konkurrenz und mahnte: "Lassen Sie nicht zu, dass energiepolitische Fehlentscheidungen zu Lasten der Arbeitnehmer getroffen werden. Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass die EEG-Umlage für energieintensive Unternehmen die 0,05 Cent je Kilowattstunde nicht überschreitet."