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"Das Gesicht der Justiz"

Zur Verabschiedung und Amtseinführung trafen sich (v. li.): Norbert Timm, Albert G. Paulisch, Kerstin Maak, Simone Skibba, Dr. Michael Herrmann, Dr. Ulrich Skwirblies, Dietmar Hogrefe und Rainer Rempe Fotos: thl

Amtsgerichtsdirektor Albert G. Paulisch verabschiedet / Simone Skibba ins Amt eingeführt

thl. Winsen. Durchweg lobende Worte fanden die Redner für Winsens scheidenden Amtsgerichtsdirektor Albert G. Paulisch im Rahmen einer Feierstunde anlässlich seiner Verabschiedung und der Amtseinführung seiner Nachfolgerin Simone Skibba im Kreishaus.
„Wenn man bei Google den Namen Albert G. Paulisch eingibt, erhält man in 0,35 Sekunden 5.170 Ergebnisse“, sagte Landgerichtspräsident Dr. Ulrich Skwirblies. „Ein Zeichen dafür, dass er das Amtsgericht bürgernah präsentiert und der Justiz ein Gesicht gegeben hat.“ Paulisch habe alle Facetten der Justiz kennengelernt, so der Präsident weiter. 1980 habe Albert G. Paulisch als Richter auf Probe am Landgericht Lüneburg begonnen und sei schließlich nach Stationen bei der Staatsanwaltschaft und wieder bei Landgericht im August 1994 in Winsen angekommen. Drei Jahre später habe er den Direktorenposten übernommen.
„Ich bin glücklich und stolz, dass ich das Amtsgericht 20 Jahre führen durfte und habe dies stets nach bestem Wissen und Gewissen getan“, so Paulisch in seiner Dankesrede.
In seinem Grußwort sagte Landrat Rainer Rempe zu Paulisch: „Mit ihrer offenen Art, ihrem verbindlichen Auftreten und Ihrer Persönlichkeit, gelten Sie hier in Winsen als die Stimme der Justiz.“ Weitere Grußworte kamen von Dietmar Hogrefe (Amtsgerichtsdirektor Lüneburg), Kerstin Maak (Personalratsvorsitzende) und Norbert Timm (Vorsitzender Anwaltsverein). Die musikalische Untermalung übernahm die Band „Nichtöffentliche Verhandlung“.
„Albert G. Paulisch hat das Amtsgericht über zwei Jahrzehnte geprägt“, so Dr. Skwirblies. „Und ich bin froh, dass jetzt eine Frau die Führung übernimmt, die den 'Schlossgeist' bereits im Blut hat.“
Simone Skibba ist bereits seit acht Jahren Vize-Direktorin im Amtsgericht und hat die vergangenen anderthalb Jahre, nach dem Paulisch aufgrund einer Erkrankung kürzer treten musste, schon die Amtsgeschäfte überwiegend geleitet. Skibba begann ihre Karriere 1994 am Landgericht Lübeck. Dort war sie viereinhalb Jahre, eher sie Station an den Amtsgerichten Mölln, Bad Oldesloe und Geesthacht machte. 1999 wechselte Simone Skibba aus familiären Gründen nach Niedersachsen und war zunächst am Amtsgericht und am Landgericht in Lüneburg tätig, bevor 2009 an die Luhe wechselte.
Simone Skibba wies darauf hin, dass sie „ein gut aufgestelltes Haus“ übernehme. Sie freue sich auf ihre Aufgaben und versprach, für die ihre Mitarbeiter immer ein offenes Ohr zu haben.