Polizei
Belastendes Ermittlungsgebiet Kinderpornografie

Klären über die Arbeit der Ermittlungsgruppe auf: Polizeioberrätin Julia Köhn und Polizeioberkommissar Kranich | Foto: bim
  • Klären über die Arbeit der Ermittlungsgruppe auf: Polizeioberrätin Julia Köhn und Polizeioberkommissar Kranich
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht

Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst vor Ort
Brand im Gartenweg in Winsen: Dachstuhl von Doppelhaus in Flammen

Ein Brand an einem Doppelhaus in Winsen hat am Mittwochmorgen, 15. April, einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Rund 60 Einsatzkräfte waren vor Ort, um die Flammen zu bekämpfen und ein Übergreifen einzudämmen. Gegen 6.34 Uhr war die Feuerwehr zunächst wegen brennenden Unrats in den Gartenweg alarmiert worden. Bereits auf der Anfahrt stellte sich jedoch heraus, dass sich das Feuer auf einer Terrasse entwickelt und inzwischen auf den Dachstuhl des Doppelhauses ausgebreitet hatte. Daraufhin...

Blaulicht

Polizei sucht Zeugen
Mann gibt sich als Gärtner aus – Schmuck aus Haus gestohlen

Heidenau. Ein bislang unbekannter Mann hat am Mittwoch, 15. April, einen Diebstahl aus einem Einfamilienhaus an der Everstorfer Straße begangen. Während sich eine Bewohnerin im Garten aufhielt, nutzte der Täter die unverschlossene Haustür, um in das Gebäude zu gelangen. Dort entwendete er einen Goldring aus einer Schmuckschatulle und verließ anschließend unbemerkt das Grundstück. Nachbarn hatten den Mann gegen 13.45 Uhr auf dem Gelände bemerkt. Ihnen gegenüber gab er an, Gartenarbeiten...

Blaulicht

Stelle - Pkw gestohlen
Schwerer Raub mit Gewalt von drei Tätern

Am Samstagvormittag, 18. April,  kam es in Stelle Ortsteil Ashausen auf offener Straße zu einem schweren Raubdelikt. Die drei bislang unbekannten Täter fuhren mit einem schwarzen SUV mit mutmaßlich österreichischer Zulassung zur Wohnanschrift des Opfers, wo sie auf die beiden Opfer (männlich 39 Jahre, weiblich 34 Jahre) trafen. Diese standen beim Eintreffen der Täterschaft an ihrem geöffneten PKW. Anschließend kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, wobei dem am Boden liegenden,...

Blaulicht

Buchholz: Körperverletzung und Widerstand
Schlägerei zwischen HSV-Fans und Fahrgästen

Am Samstagabend, 18. April, gegen 20.20 Uhr, kam es am Gleis 1 des Bahnhofs Buchholz zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen drei Fußballanhängern des HSV, die sich auf dem Heimweg vom Derby befanden, und mindestens zwei weiteren Fahrgästen eines Metronom-Zuges. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde einem Geschädigten mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Zuvor sollen die drei Männer bereits eine Bierdose geworfen haben, wodurch eine weitere Person am Kopf getroffen und leicht...

Blaulicht
Der Toyota lag durch den Aufprall auf der Seite | Foto: gi
3 Bilder

Zwei Verletzte bei Unfall
Feuerwehr befreite Person aus Unfallfahrzeug

Am Freitagvormittag gegen 9.50 Uhr kam es an der Pattensener Spitze - von der Einmündung der Pattensener Hauptstraße zur Einmündung zur Landesstraße 234 - auf der Kreuzung zu einem Verkehrsunfall, an dem zwei Fahrzeuge beteiligt waren. Durch den Aufprall der Fahrzeuge wurde ein VW Golf auf der linken Seite am Heck stark beschädigt. Der Toyota stürzte bei dem Unfall um und blieb auf der Beifahrerseite liegen. Da zunächst davon ausgegangen werden musste, dass eine Person in den Unfallfahrzeugen...

Blaulicht
Die Einsatzkräfte bereiten die Suche vor | Foto: Freiwillige Feuerwehr Samtgemeinde Hanstedt
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Abgebrochener Notruf löst Großeinsatz aus
Feuerwehr sucht im Waldgebiet bei Schierhorn nach vermisster Person

Ein größerer Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei hat am gestrigen Donnerstagnachmittag in Schierhorn für Aufsehen gesorgt. Anlass war eine unklare Notlage nach einem abgebrochenen Notruf. Gegen 16.24 Uhr wurden die Freiwillige Feuerwehr Schierhorn sowie der Rettungsdienst zunächst zum Heinbuschberg alarmiert. Eine junge Frau hatte den Notruf gewählt, jedoch brach die Verbindung aufgrund einer schlechten Mobilfunkverbindung ab, bevor nähere Angaben zum Notfall oder zum genauen...

Blaulicht

Hier wird geblitzt
Die Blitzer-Standorte in dieser Woche im Landkreis Stade

Achtung, Blitzer: Im Landkreis Stade sind in der Kalenderwoche 17 (Montag, 20. April, bis Sonntag, 26. April) wieder überall die mobilen Messfahrzeuge im Einsatz. Tempokontrollen kann es jederzeit im Kreisgebiet geben. Das WOCHENBLATT gibt einen Überblick, wo in den kommenden Tagen wahrscheinlich geblitzt wird. Wichtig: Die drei semistationären Blitzer-Anhänger sind wie gewohnt nicht Teil der Übersicht. Der Rat der Redaktion: Lieber einen Gang zurückschalten, Fuß vom Gas nehmen – und sicher ans...

Blaulicht
Beim Brand im Keller des Hotels musste die Feuerwehr eine starke Rauchentwicklung bekämpfen | Foto: Pressestelle Feuerwehr Samtgemeinde Hanstedt
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Ursache ist noch ungeklärt
+++Update: Kellerbrand im Asendorfer Hotel "Zur Heidschnucke"

Zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei kam es am späten Mittwochabend in Asendorf, als dort im Keller des Hotels "Zur Heidschnucke" in der Straße "Zum Auetal“ ein Brand ausbrach.  Kurz vor 23 Uhr wurden zunächst die Freiwilligen Feuerwehren Asendorf, Dierkshausen und Hanstedt alarmiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war die Lage aufgrund der starken Rauchentwicklung und der Gefährdung von Menschenleben so kritisch, dass die Feuerwehren Brackel, Marxen...

Blaulicht
Wer hat die Katze und den Kater in dieser Box ausgesetzt? Hinweise werden erbeten | Foto: Tierheim Buchholz
3 Bilder

Polizei sucht dringend Zeugen
Ausgesetzte Katzen in Transportbox entdeckt – Kater schwer verletzt

Buchholz. Bereits am späten Abend des 12. April wurden Einsatzkräfte der Polizei Buchholz über zwei ausgesetzte Katzen informiert. Die Tiere waren in einer deutlich zu kleinen Transportbox in der Bremer Straße aufgefunden worden. Die Beamten kümmerten sich umgehend um die Sicherung der Tiere. Am folgenden Tag, 13. April, wurden Katze und  Kater in die Obhut des Tierheims Buchholz übergeben. Kater mit schwerer Verletzung Besonders besorgniserregend ist der Zustand des Katers: Das Tier weist eine...

Blaulicht
 Mit einem DLRG Boot wurde der Verletzte an Land gebrach | Foto: Stefan Braun / Feuerwehr Landkreis Stade
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Havarie auf der Elbe
Frachtschiff kollidiert bei Stadersand mit Industriebrücke

Frachtschiff-Unfall auf der Elbe bei Stadersand: Kollision mit Industriebrücke, Schiffsführer verletzt, Großeinsatz von Feuerwehr, DLRG und Rettungsdienst. Ein Schiffsunfall gestern Nacht auf der Elbe vor Stadersand: Ein Binnenfrachtschiff kollidierte mit einer Industriebrücke. Dabei wurde der Schiffsführer verletzt, während der zweite Mann an Bord unverletzt blieb. Um 02.37 Uhr wurden der Zug I der Stader Feuerwehr, die DLRG, das Feuerwehrboot aus Dornbusch sowie der Rettungsdienst alarmiert....

Kinderpornografie und der mitunter dort dargestellte Missbrauch an den Schwächsten der Gesellschaft sind schockierende Verbrechen, die Bilder nur schwer oder gar nicht zu ertragen. Menschen, die bei ihrer Arbeit täglich damit konfrontiert werden, sind die Beamtinnen und Beamten des Ermittlungsdienstes, Sachgebiet Kinderpornografie, der Polizeiinspektion Harburg. Diese Einheit klärt die abscheulichen Verbrechen auf und unterstützt die Justiz bei deren Ahndung. Dabei verlassen sich die Ermittler nicht nur auf die hierzulande angezeigten oder ermittelten Fälle, sondern sie erhalten auch wichtige Hinweise aus den USA über das National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC, zu Deutsch: „Nationales Zentrum für vermisste und ausgebeutete Kinder“).

Im vergangenen Jahr gab es im Bereich der Polizeiinspektion Harburg 157 Fälle von Kinderpornografie (Besitz, Herstellung und Verbreitung). "Das bedeutet einen Anstieg um 82 Prozent im Vergleich zum Vorjahr", berichtet Polizeioberrätin Julia Köhn, Leitung des Zentralen Kriminaldienstes in Buchholz sowie Dienst- und Fachaufsicht für die Fachkommissariate. Die Zahlen bei Kinderpornografie und Kindesmissbrauch seien gestiegen, insbesondere deshalb, weil durch NCMEC-Meldungen eine höhere Anzahl an Straftaten polizeilich bekannt würden. "Es gab vorher eine hohe Dunkelziffer", sagt sie. Das Sachgebiet Kinderpornografie sei einem der Fachkommissariate des Zentralen Kriminaldienstes zugeordnet und aufgrund der Fallzahlen durch zusätzliches Personal verstärkt worden.

Die Beamten des Sachgebietes ermitteln u.a., wenn sich Leute bei Messengerdiensten oder in anderen Foren über entsprechende Straftaten austauschen oder sich verabreden, erklärt Polizeioberkommissar Kranich. "Oder wenn wir belastendes Material, zum Beispiel auf sichergestellten Handys und Laptops finden", ergänzt Julia Köhn. Dabei müssen zum Teil viele Datenträger gesichtet werden.

Spektrum der verfolgten
Straftaten ist ein weites Feld

Das Spektrum der von den Beamten verfolgten Straftaten ist ein weites Feld. Angefangen mit dem sogenannten "Cyber-Grooming", bei dem sich Erwachsene als Teenies ausgeben, um über das Internet sexuelle Kontakte mit Minderjährigen anzubahnen, über echte oder mittels KI erzeugte Kinder-Nacktbilder bis hin zu abgebildetem physischen sexuellen Missbrauch. Dabei müssen die Beamten auch jeweils abwägen, wie schwer das Vergehen zu beurteilen ist. Künstlich erzeugte, aber sehr realistische Bilder seien gleich zu bewerten wie Kinderpornografie, sagt Kranich. Wenn sich Jugendliche unbedarft freizügige Fotos schicken, müsse geklärt werden, ob es sich um Naivität oder schon pädosexuelle Kriminalität handele, so Julia Köhn.

In Deutschland sei man zudem auf die Meldungen von NCMEC angewiesen. Dabei handelt es sich um eine private, gemeinnützige Organisation, die 1984 vom Kongress der USA gegründet wurde. Ging es bei NCMEC zunächst um das Aufspüren von vermissten und entführten Kindern, arbeitet die Organisation inzwischen mit den Anbietern großer Internetforen auch vor dem Hintergrund zusammen, um Fälle von Kinderpornografie und sexuellem Kindesmissbrauch aufzudecken.

Pendant in Europa
scheitert an Datenschutz

"Das NCMEC meldet Auffälligkeiten aufgrund von Hinweisen von Usern, entsprechenden Äußerungen oder hochgeladenen Bildern. Dafür arbeiten sie mit einer fortgeschrittenen Künstlichen Intelligenz", erläutert Kranich, der das Sachgebiet leitet. Über die IP-Adresse erhalte NCMEC Kenntnis, wo sich die Tat abgespielt hat. Meldungen, die Deutschland betreffen, gehen zunächst an das Bundeskriminalamt, von dort ans Landeskriminalamt und schließlich zu den Polizeidienststellen, aus deren Zuständigkeitsbereich der mutmaßliche Täter stammt. Ein entsprechendes Pendant zu NCMEC sei in Europa bisher am Datenschutz gescheitert.

Die psychische Belastung für die Polizeibeamtinnen und -beamten, die mit diesen Fällen zu tun haben, ist verständlicherweise enorm. "Wir haben einen transparenten Umgang, sprechen darüber und geben uns bei Bedarf Freiräume", sagt Kranich. Es gebe auch polizeiinterne Beratungsstellen, wenn es darüber hinaus Gesprächsbedarf gibt.

Redakteur:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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