Verein Stadttauben Buchholz
Betreuter Taubenschlag an der Nordheidehalle

Vera Sternemann bringt regelmäßig das Futter an der Nordheidehalle aus
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Die Tauben aus der Buchholzer Innenstadt holen, für eine kleinere gesündere Population sorgen und das Negativbild der Taube in der Bevölkerung geraderücken - das hat sich der im Juli 2020 gegründete Verein Stadttauben Buchholz auf die Fahnen geschrieben. Jetzt rückt das Ziel deutlich näher: An der Nordheidehalle im Sportzentrum am Holzweg soll ein betreuter Taubenschlag entstehen. Am 28. Juni soll der Container, für den bereits ein Fundament gegossen wurde, angeliefert werden.
Wie berichtet, hatten Tierfreunde um die Vereinsvorsitzende Maren Stöver und ihre heutige Stellvertreterin Magdalena Dec den Verein Stadttauben gegründet, als das Taubenproblem in der Innenstadt immer größer wurde. Seitdem versuchen die 15 Vereinsmitglieder, die Population zu verringern, indem sie u.a. Eier gegen Attrappen tauschen. Das Straßenbild mit bettelnden Tauben soll mittelfristig der Vergangenheit angehören.
Der Taubenschlag, der jetzt entstehen soll, ist ein Gemeinschaftswerk des Vereins Stadttauben und von Vera Sternemann. Die Managerin der Nordheidehalle hatte bei einem der regelmäßigen Kontrollgänge auf dem Dach der Vierfeld-Sporthalle entdeckt, dass Tauben unter den Solarpaneelen nisteten. Folge war massenweise aggressiver Taubenkot, der die Dachkonstruktion anzugreifen drohte. Nachdem verschiedene Vergrämungsmaßnahmen ohne Erfolg geblieben waren, recherchierte Vera Sternemann im Internet nach Alternativen und wurde so auf den Verein Stadttauben Buchholz aufmerksam. Gemeinsam trieb man die Planung für den Taubenschlag voran, den Maren Stöver und Magdalena Dec sowieso als Fernziel ausgegeben hatten. Vera Sternemann forcierte zudem die Finanzierung des Projekts. Etwa 30.000 Euro sind notwendig, einen Großteil davon trägt die Stadt Buchholz.
Geplant ist, einen Container auf einen bestehenden Umkleidecontainer an der Nordheidehalle zu installieren. Dort finden bis zu 150 Tauben Platz. Mitglieder des Vereins Stadttauben werden sich um die Pflege des Containers und der Tiere kümmern. Für Maren Stöver und Magdalena Dec liegen die Vorteile auf der Hand. Die Tauben würden mit artgerechtem Futter sowie mit frischem Wasser versorgt. In der Innenstadt fressen die Tiere Essenreste wie Pommes Frites oder z.B. Weißbrot, das Bürger aus falsch verstandener Tierliebe auslegen. Artgerechte Nahrung sind dagegen u.a. Weizen, Mais, Erbsen und Sonnenblumenkerne.
Zudem verbrächten die Tauben künftig die meiste Zeit im Taubenschlag und müssten nicht in der Innenstadt nach Futter suchen. "Eine Taube, die satt ist, bettelt nicht", betont Maren Stöver.
Das gezielte Austauschen der Eier gegen Attrappen soll für eine tierschutzgerechte Eindämmung der Population sorgen. Tauben haben einen Brutzwang, sechs- bis achtmal pro Jahr brütet ein Taubenpaar. Und schließlich sorgen weniger Tauben in der Innenstadt auch für deutlich weniger Kot, der nur schlecht zu reinigen ist.
Dass die Tauben oft als "Ratten der Lüfte" bezeichnet werden, regt Maren Stöver und Magdalena Dec auf. Tauben seien ausgesetzte Haustiere, die früher oft als Brieftauben im Einsatz waren. "Wir Menschen sind Schuld, dass es so viele Tauben in den Innenstädten gibt, nicht die Tiere selbst", betont Maren Stöver.
Bis der Taubenschlag fertig und vom Veterinäramt abgenommen ist, werden die Mitglieder des Vereins Stadttauben weiterhin die Tauben in der Innenstadt gezielt füttern - sie haben die Erlaubnis dazu. Parallel hat Vera Sternemann bereits begonnen, die Tauben mit Futter zur Nordheidehalle zu locken - und damit quasi zu ihrem neuen Zuhause. "Das hat einige Wochen gedauert, war aber letztlich erfolgreich", berichtet Sternemann. Im Betriebsraum der Nordheidehalle sind säckeweise Taubenfutter gelagert.
Magdalena Dec hofft, dass der Taubenschlag nicht der letzte in Buchholz bleibt. "Optimal wären zwei oder drei Schläge", sagt sie. Um das umzusetzen, benötigt der Verein personelle und finanzielle Hilfe. Wer unterstützen möchte, findet auf www.stadttauben-buchholz.de alle nötigen Informationen. (os).

Vera Sternemann bringt regelmäßig das Futter an der Nordheidehalle aus
Die Tauben werden derzeit auch vor der Nordheidehalle gezielt gefüttert
Vor dem Container an der Nordheidehalle, der mit dem Taubenschlag erweitert wird: (v. li.) Vera Sternemann (Managerin Nordheidehalle), Magdalena Dec und Maren Stöver (beide Verein Stadttauben Buchholz)
Im Lagerraum werden die Säcke mit Taubenfutter untergebracht
Das ist artgerechtes Futter: Mais, Erbsen, Weizen und Sonnenblumenkerne
Redakteur:

Oliver Sander aus Buchholz

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