Eine Region braucht Hilfe

Das Buchholzer Krankenhaus half und wird weiter helfen - Muamer Kujevic übereicht Geschäftsführer Norbert Böttcher ein Bild als Dankeschön. Auf dem Foto (v.li.): Muharem Balota, Dr. Ulrich Kusche, Norbert Böttcher, Muamer Kujevic, Jens Lohmann, Jemso Kujevic
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  • Das Buchholzer Krankenhaus half und wird weiter helfen - Muamer Kujevic übereicht Geschäftsführer Norbert Böttcher ein Bild als Dankeschön. Auf dem Foto (v.li.): Muharem Balota, Dr. Ulrich Kusche, Norbert Böttcher, Muamer Kujevic, Jens Lohmann, Jemso Kujevic
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WOCHENBLATT-Aktion für Rozaje geht weiter - Krankenhaus engagiert sich - Hilfe zur Selbsthilfe ist gefragt

(rs/nf). Die ersten Spenden sind da, das Buchholzer Krankenhaus hat Beistand versprochen, Kontakte zur Help - Hilfe zur Selbsthilfe e.V, der weltweiten humanitären Hilfsorganisation sind hergestellt - die kleine Delegation (Vater, Sohn, Onkel) aus Rozaje, dem Zentrum der muslimischen Minderheit in Montenegro, kann zufrieden in die Heimat zurückkehren. Dem früheren Jesteburger Pastor Dr. Ulrich Kusche (69) ist es zusammen mit Helfern und mit Unterstützung des WOCHENBLATT in nur wenigen Tagen gelungen, die Hoffnung in die 23.000 Einwohner-Gemeinde in dem von allen vergessenen Teil von Montenegro zurückzubringen.

Ein wichtiger Schritt dazu: Das Krankenhaus Buchholz will mit Material und Know-how helfen. Geschäftsführer Norbert Böttcher empfing kurzfristig die kleine Delegation um Pastor Dr. Kusche und Muamer Kujevic (44), Sprecher für ausländische Angelegenheiten der muslimischen Minderheit in Montenegro. Es geht um den Aufbau einer chirurgischen Abteilung im Krankenhaus von Rozaje. Bisher sind Notoperationen nur in einem 30 Kilometer entfernten christlichen Krankenhaus möglich - der Weg dorthin führt über kurvenreiche, extrem schlechte Straßen. Das nächste muslimische Krankenhaus liegt 180 Kilometer entfernt.

Nun sollen Mediziner aus Rozaje nach Buchholz kommen. „Als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg laden wir die Ärzte herzlich zur Hospitation ein“, so Norbert Böttcher. Zudem soll dem Krankenhaus in Montenegro medizinisches Gerät zur Verfügung gestellt werden.

Mit dem Besuch der Delegation wurden die Kontakte zwischen Rozaje und dem Buchholzer Krankenhaus wiederbelebt. Schon im Jahr 2007 hatte Dr. Rifat Mukovic, heute Leiter der HNO-Station in Rozaje, im Krankenhaus Buchholz hospitiert und dort, so Muamer Kujevic, „wertvollste Operationserfahrung“ gesammelt. Als Dankeschön hat der Arzt ein Bild gemalt, das jetzt übergeben wurde.

Die Hilfe des Buchholzer Krankenhauses könnte Vorbild für Unternehmen aus Hamburg und dem Umland sein. Denn, so wichtig die jetzt durch das WOCHENBLATT mit angeschobene Spendenaktion für die Bedürftigen ist, genau so wichtig ist Hilfe zur Selbsthilfe für die Gemeinde Rozaje. 60 Prozent Arbeitslosigkeit, fehlende Absatzmärkte und die nur laue Unterstützung der Zentralregierung prägen die Situation der muslimischen Minderheit.
"Wir haben Holz und andere Rohstoffe im Überfluss, wir haben Arbeitskräfte, wir haben eine wunderschöne Landschaft und Ideen und den Willen, etwas zu ändern. Was uns fehlt, sind Kontakte, Kapital und Absatzmöglichkeiten", sagt Muamer Kujevic.

• Kontakt zu Muamer Kujevic (Head oft International Affairs Office) Tel.: +382 51 275 163, E-Mail: berk@t-com.me . Muamer Kujevic spricht gut deutsch.

• Spenden an NOTHILFE MONTENEGRO
Konto-Nr.: 304208100
BLZ: 24060300, Volksbank Lüneburger Heide,
IBAN: DE46 2406 0300 0304 2081 00.
Das Geld kommt zu gleichen Teilen Familien in Not, der Behinderteneinrichtung und dem Kindergarten in Rozaje zugute.
• Baby- und Kinderkleidung, -Schuhe sowie Spielzeug können ab sofort bei der St. Paulus Kirche in Buchholz (Kirchenstraße 4) abgegeben werden. Die Spenden bitte regenfest verpacken und im Carport ablegen. Die Sammlung läuft bis Dienstag, 15. April (Samstag nur bis mittags)

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Autor:

Reinhard Schrader aus Buchholz

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