Elternabend an der IGS Buchholz: Zehn Lehrer haben um Versetzung gebeten. Die Kommunikation soll verbessert werden.

mum. Buchholz. Zehn Lehrer der Integrierten Gesamtschule Buchholz haben um ihre Versetzung gebeten. Das bestätigte Marianne Assenheimer, Dezernentin der Landesschulbehörde Lüneburg, am Mittwochabend während eines Informationselternabends, zu der die Elternvertretung eingeladen hatte. Mehr als 230 Eltern hatten sich angemeldet (derzeit besuchen 450 Schüler die IGS, die vor drei Jahren an den Start gegangen ist).
„Wir werden nicht allen Versetzungen zustimmen“, versuchte Assenheimer die Eltern zu beruhigen. Es sei aus Assenheimers Sicht normal, dass sich Lehrer aus persönlichen Gründen neu orientieren. „Gerade sehr engagierte Lehrer stoßen an ihre Grenzen und wollen sich dann verändern.“ Schulleiter Holger Blenck bestätigte während der Informationsveranstaltung, dass eine von der Landesschulbehörde eingesetzte Schulentwicklungsbegleiterin derzeit die Situation an der Schule beobachtet. Sie stehe beratend zur Seite. „Davon profitieren wir alle“, so Blenck. Vor allem im Bereich Kommunikation gelte es nachzubessern.
Blenck hatte im WOCHENBLATT eingeräumt, eine stärkere Ausrichtung an Gymnasien durchzusetzen. Jetzt ruderte er wieder zurück. „Ich will auf keinen Fall, dass unsere Schule zu einem Gymnasium wird“, so Blenck. „Allerdings müsse man sich in Anbetracht der Mitbewerber - zweier guter Gymnasien in Buchholz, der neuen Oberschule in Jesteburg und der im Sommer startenden IGS in Hittfeld - positionieren. Laut Blenck hätten an seiner IGS zwei Drittel der Schüler das Potential, das Abitur zu machen. Diesem Anspruch müsse man entsprechen. Zudem hätten verschiedene Eltern „mehr Anspruch gefordert“. Aber: Blenck verwies auch auf das Leitbild der IGS: „Vielfalt ist unsere Stärke“. Blenck weiter: „Wir wollen allen Schüler helfen, ihre Ziele zu erreichen.“
Zahlreiche Eltern lobten Schulleitung und Lehrerkollegium für die bisherige Arbeit. Immer wieder fiel der Satz: „Wir haben Vertrauen!“ Ein Vater meinte „Was hinter den Kulissen geschieht, das geht mich nichts an. Hauptsache meine Tochter geht gern zur Schule.“
Besonders in der Kritik steht weiterhin die Elternschaft einer siebten Klasse. Ihr wird vorgeworfen, den Konflikt öffentlich gemacht zu haben. Die beiden Klassenlehrer hatten frühzeitig erklärt, die Schule verlassen zu wollen. Gründe nannten sie nicht. „Das dürfen sie auch nicht“, erklärten Holger Blenck und Marianne Assenheimer auf Nachfrage. Den Lehrern wurde mit disziplinarischen Konsequenzen gedroht. Beide Pädagogen gelten als besonders engagiert und beliebt, sind zudem von der ersten Stunde an dabei.

Mehr zu diesem Thema:
Wohin geht die Reise?

Berater für die Gesamtschule Buchholz

Diskussion um IGS Buchholz: "Nicht dem Hattie-Trend nacheifern"

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Panorama
Der Landkreis Stade ist ab Donnerstag keine Hochinzidenzkommune mehr

Schüler können in zwei Tagen wieder den Unterricht besuchen
Mittwoch ist letzter Tag der "Corona-Notbremse" im Landkreis Stade

jd. Stade. Der Inzidenzwert für den Landkreis Stade liegt seit einer Woche und damit den fünften Werktag in Folge unter der 100er-Marke. Das bedeutet: Der Status als Hochinzidenzkommune wird aufgehoben. Die verschärften Corona-Beschränkungen gelten nur noch bis zum morgigen Mittwoch, 5. Mai.  Am Donnerstag treten dann Lockerungen in Kraft. Das  bedeutet unter anderem: In den Schulen ist wieder Präsenzunterricht möglich und die Kitas können in den eingeschränkten Regelbetrieb wechseln. Außerdem...

Panorama
4 Bilder

5. Mai: Die aktuellen Corona-Zahlen
Ein Corona-Toter im Landkreis Harburg

(sv). Traurige Nachrichten: Der Landkreis Harburg meldet am heutigen Mittwoch, 5. Mai, einen weiteren Corona-Toten. Insgesamt sind nun 107 Menschen im Landkreis an oder mit dem Coronavirus gestorben. Der Inzidenzwert sank heute wieder leicht auf 65,2 (am Vortag: 66,82). Die Zahl der aktiven Fälle stieg auf 280 (+5). Seit Ausbruch der Pandemie meldete der Landkreis 6.250 Corona-Fälle (+33). Davon sind bislang 5.863 Personen wieder genesen (+27). In den Kommunen bleiben die Inzidenzwerte ähnlich...

Wirtschaft
Die Budni-Baustelle in der Zinnhütte wächst schnell. Im vierten Quartal soll der Drogeriemarkt eröffnet werden
3 Bilder

Budni, Netto und Modehaus Schacht
Tostedts Geschäftswelt wird neu gemischt

bim. Tostedt. Die Geschäftswelt in Tostedt ist in Bewegung: Auf dem Gelände der im Jahr 2013 abgebrannten Autowerkstatt in der Zinnhütte baut der Drogeriemarkt Budnikowsky eine zweite Filiale, in die Räume des ehemaligen Aldi-Marktes Unter den Linden soll ein Netto-Markt einziehen, und statt Modeverkauf wird es bei Schacht in der Bahnhofstraße künftig Therapieräume geben. • Budnikowsky: Wie berichtet, hatte Budni vergangenen November auf Anfrage mitgeteilt, dass der Budni-Standort Unter den...

Politik
Wer folgt auf die Führungskräfte, die das 
Rathaus verlassen haben?

Wo sind die größten Baustellen?
Exodus der Führungskräfte aus dem Rathaus Apensen

tk. Apensen. "Petra allein im Rathaus" wäre die passende Schlagzeile, wenn es um die Zukunft der Samtgemeinde-Verwaltung in Apensen geht. Der Samtgemeinde-Bürgermeisterin Petra Beckmann-Frelock sind innerhalb kurzer Zeit drei Führungskräfte abhandengekommen: Sabine Benden, Bauamtsleiterin und stellvertretende Bürgermeisterin, Tanja von der Bey, Chefin im Ordnungs- und Standesamt, und jetzt auch noch Kämmerin Margit Reschke. Optimisten sprechen zwar von der Chance eines Neubeginns. Dem schönen...

Politik
Seit 2016 liegt der Ortskern in Langenrehm brach, über eine Lösung wurde lange diskutiert - ohne Ergebnis

Langenrehmer wenden sich an Verwaltung
Offener Brief der Anwohner

lm. Langenrehm. Kommt nun endlich Bewegung in die Dorferneuerung in Langenrehm? Zumindest haben sich Bewohner des kleinen Ortes nun in einem offenen Brief an die Gemeindeverwaltung, den Ortsrat und den Landkreis gewandt. Und darin gehen die Anwohner hart mit den Verantwortlichen ins Gericht. Das einst idyllische Langenrehm, in dem drei Gastwirte angesiedelt waren, würde mittlerweile einen Preis für das "hässlichste Dorf des Landkreises" gewinnen, heißt es in dem Brief. Der konkrete Vorwurf der...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen