Geschichten von Kater Tommy und Hündin Cleo
Neues Bett - alte Sitten
- Zwei Freunde und ein viel zu kleines Bett - Abhilfe muss her
- Foto: tml
- hochgeladen von Tina Lüecke
So geht es nicht weiter, sagte ich, als Cleo und Tommy wieder gemeinsam eingequetscht auf dem viel zu kleinen Hundebett lagen. Der Hund braucht Platz, die Katze braucht Platz. Ein großes, ein neues Hundebett muss her – und auch etwas Eigenes für die Katze. Das alte Bettchen hat ausgedient, und ich dachte wehmütig an die Welpenzeit.
„Du weißt, was passieren wird“, sagte mein Mann, und ich antwortete wie immer, dass er gar nicht wissen könne, was ich alles weiß.
Tagelang recherchierte ich, las verwirrende Rezensionen und fragte mich, wie Leute es schafften, drei Meter lange Einträge über Hundematratzen zu verfassen. War ich etwa kein guter Tierhalter? Ich wischte die Zweifel weg, kaufte zwei adäquate, hochpreisige Schlafplätze, auf die ich mich selbst gern gelegt hätte, und kam mir vor wie Dr. Dolittle. „Ich verstehe Tiere halt.“
Beherzt setzte ich den Kater in die hoch angepriesene Flauschhöhle. Dieser sonst so friedliebende Kater tat jedoch so, als würde ich ihn in glühende Kohlen setzen wollen. Sprang mir aus den Armen und belohnte mich mit einem verächtlichen "Wie-kannst-Du-es-wagen"-Blick. Ich wandte mich der Hündin zu. Sie würde dankbar sein für ihr orthopädischen Fünf-Sterne-Hundebett. Doch dieser Hund würde sogar auf einem Nagelbrett Platz nehmen, wenn ich es befahl - zählte also nicht als Erfolg. Dieser Gedanke trübte meine Laune. Doch als ich den zufrieden Retriever auf der Umverpackung sah, war mein Gewissen wieder rein. Von wegen „ich bin kein durchgeknallter Tiernarr“.
Halbzufrieden verfrachtete ich ebenjene Pappkartons nach draußen. Doch als ich zurückkam, hatten es sich Hund und Kater schon wieder gemeinsam gemütlich gemacht. Der Kater, sah mir direkt in die Augen als würde er sagen wollen: "Wo ich mich hinlege, entscheide immer noch ich! Und nun geh und hol mir eine Dose Thunfisch! Zack, zack!" Womöglich habe ich aber auch ein bisschen zu viel hineininterpretiert.
Mein Mann kam rein und sah mich an. „Ich weiß, was du jetzt sagen willst – aber lass es lieber“, sagte ich beleidigt und stapfte aus dem Zimmer.
Redakteur:Tina Lüecke aus Buchholz |
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