Strahlentherapie in Buchholz modernisiert
Neues Krebs-Therapiegerät verkürzt Behandlungen und erhöht Präzision
- Die medizinische Geschäftsführerin, Dr. Franziska von Breunig (Mitte) bei der Einweihung des neuen Hochleistungs-Linearbeschleunigers im Krankenhaus Buchholz vergangene Woche. Links von ihr: Christian Brinkmann, Leiter der Medizinischen Physik, Dr. Günther Bohlen (6. v. re.), Chefarzt der Strahlentherapie am Krankenhaus Buchholz, und das Team der Strahlentherapie
- Foto: Krankenhäuser Buchholz_Winsen
- hochgeladen von Julia Paepcke
Das Krankenhaus Buchholz hat seine Strahlentherapie grundlegend erneuert und ein hochmodernes Linearbeschleuniger-System in Betrieb genommen. Die neue Technik verkürzt Behandlungszeiten, erhöht die Genauigkeit der Bestrahlung und schont gesundes Gewebe deutlich stärker. Für Patientinnen und Patienten in der Region bedeutet dies eine spürbare Verbesserung der Krebstherapie – ohne lange Wege in größere Zentren.
Neue Technik für schnellere und präzisere Bestrahlung
Der neue Linearbeschleuniger ersetzt ältere Geräte und ermöglicht eine wesentlich präzisere Steuerung der Strahlenfelder. Durch die höhere Geschwindigkeit verkürzen sich die Sitzungen spürbar, was vor allem Menschen mit Schmerzen entlastet. Gleichzeitig lassen sich die Sicherheitsränder rund um Tumore verkleinern, sodass umliegendes gesundes Gewebe weniger belastet wird. „Der neue Linearbeschleuniger ist ein entscheidender Sprung in der Präzisionsmedizin“, sagt Christian Brinkmann, Leiter der Medizinischen Physik. Die verbesserte Bildgebung und Steuerung erlaubt eine Zielansteuerung mit bislang unerreichter Genauigkeit.
Erweiterte Behandlungsmöglichkeiten
Das Gerät kommt bei allen bösartigen Erkrankungen zum Einsatz, die auf Strahlentherapie ansprechen. Eine Maschine verfügt zudem über eine stereotaktische Technik, mit der sehr kleine oder verstreute Hirnmetastasen gezielt behandelt werden können. Die Strahlentherapie arbeitet dabei eng mit verschiedenen Fachabteilungen des Hauses sowie mit der onkologischen Praxis (MVZ) und den Urologen zusammen. Chefarzt Dr. Günther Bohlen spricht von einem „wichtigen Bekenntnis zu einer hochmodernen Patientenversorgung“. Für komplexe Krebserkrankungen ergeben sich durch die neuen Optionen – darunter das Hyper-Arc-Verfahren – zusätzliche therapeutische Möglichkeiten.
Investition stärkt den Standort
Auch aus strategischer Sicht ist die Anschaffung ein Signal. „Die Investition ist für uns mehr als ein Ersatz alter Geräte. Sie stärkt den Standort Buchholz und die wohnortnahe Versorgung im Landkreis Harburg“, betont Dr. Franziska von Breunig, medizinische Geschäftsführerin der Krankenhäuser Buchholz und Winsen.
Zweiter Linearbeschleuniger folgt
Die Modernisierung ist noch nicht abgeschlossen. Nach Abschluss weiterer Baumaßnahmen soll ein zweites Gerät desselben Typs installiert werden. Damit erhöht das Krankenhaus seine Betriebssicherheit und kann Behandlungspläne künftig flexibel auf zwei Systemen verteilen.
Redakteur:Julia Paepcke aus Buchholz |
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