"Uns eint die Lust am Schreiben"

Werben für die Schreibgruppe "Tintenklecks": (v. li.) Eva Stab, Hildegard Schaefer und Renate Komm
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Kreatives Gruppe seit fast 20 Jahren: "Tintenklecks" in Buchholz sucht neue Mitglieder

os. Buchholz. Einmal im Monat, an jedem zweiten Dienstag, rauchen im Mehrgenerationenhaus Kaleidoskop in Buchholz die Köpfe: Die Mitglieder der offenen Schreibwerkstatt "Tintenklecks" treffen sich dann, um kurze Geschichten zu schreiben und dabei ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. "Die ganze Welt besteht aus Geschichten, hier kann ich mir die schreiben, die ich wirklich mag", sagt Hildegard Schaefer, die schon seit 19 Jahren Mitglied bei "Tintenklecks" ist. Derzeit besteht die Gruppe aus sieben Personen. "Wir suchen dringend weitere Mitglieder", erklären Hildegard Schaefer und ihre Mitstreiterinnen Eva Stab und Renate Komm.
Die Schreibgruppe ging aus der Schreibwerkstatt "Erinnern, Fantasieren, Schreiben" hervor, die Günter Kolb im November 1998 in der Buchholzer Stadtbücherei durchführte. "Danach kamen einige Teilnehmerinnen auf mich zu mit der Bitte, dass man sich öfter trifft", erinnert sich Günter Kolb. Gesagt, getan: Fortan gab es regelmäßige Veranstaltungen im Kaleidoskop, das damals noch an der Hamburger Straße war. Zuerst hieß das Projekt "Buchholzer Schreibgruppe", dann "Buchholzer Poetenwerkstatt", später dann "Tintenklecks".
Das Vorgehen blieb immer gleich: Günter Kolb gab den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Aufgabe, die diese innerhalb von 20 Minuten umsetzen sollten. "Es geht nicht darum, eine vollständige Geschichte zu schreiben, sondern einen Anfang zu schaffen", erklärt Hildegard Schaefer. Das Ergebnis wird dann präsentiert und diskutiert, ob sich der Autor auf dem richtigen Weg befindet oder wo er nachbessern kann. Günter Kolb hat zwei Sammlungen mit den Texten der "Tintenklecksler" herausgebbracht - "Blattwerk" im Jahr 2001 und "Ruhestörung" im Jahr 2006. "Unser primäres Ziel ist es aber nicht, dass unsere Geschichten irgendwann veröffentlicht werden. Uns eint die Lust am Schreiben", erklärt Hildegard Schaefer.
Günter Kolb hat sich mittlerweile aus gesundheitlichen Gründen vom "Tintenklecks" verabschiedet. Die aktuellen Hobbyautorinnen wollen sein Projekt gerne fortsetzen. "Dieses tolle Projekt darf nicht einschlafen", sagen Hildegard Schaefer, Renate Komm und Eva Stab. Dafür bedürfe es allerdings dringend neuer Teilnehmer: Jeder ist willkommen, spezielle Voraussetzungen benötigen Interessenten nicht. Einfach vorbeikommen und sich den "Tintenklecks" anschauen. Das nächste Treffen findet am Dienstag, 13. Februar, ab 19 Uhr im Kaleidoskop an der Steinstraße 2 statt.

Werben für die Schreibgruppe "Tintenklecks": (v. li.) Eva Stab, Hildegard Schaefer und Renate Komm
Initiator des "Tintenklecks": Günter Kolb

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