"Anständige Busverbindungen anbieten"

Mit solchen Grafiken wie dieser von Vivian Borucki wollen Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums zum Verzicht von Autofahrten zur Schule anregen
  • Mit solchen Grafiken wie dieser von Vivian Borucki wollen Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums zum Verzicht von Autofahrten zur Schule anregen
  • Foto: Vivian Borucki
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Viele Leser-Reaktionen auf WOCHENBLATT-Artikel zu Elterntaxis

(os). Nach dem Bericht über den Wettbewerb Buchholzer Schulen zur Eindämmung von Schulfahrten mit dem Auto der Eltern („Eltern­taxi“) erreichten die WOCHENBLATT-Redaktion zahlreiche Briefe der Leser. Wir drucken einige von ihnen ab.
• „Die Ursache des Ganzen liegt auch bei den Landkreisen, die die Kosten scheuen, anständige Busverbindungen anzubieten“, erklärt WOCHENBLATT-Leser Martin Kniß aus Nottensdorf (Landkreis Stade). Von dort ins acht Kilometer entfernte Buxtehude bräuchten Schulkinder pro Weg mehr als eine Stunde, da ein Buswechsel in Hedendorf mit 20 Minuten Wartezeit unausweichlich ist. Das empfänden viele Eltern als nicht zumutbar, weshalb sie lieber selbst fahren.
• „Ich kann Eltern verstehen, die ihre Kinder selbst zur Schule chauffieren“, schreibt WOCHENBLATT-Leserin Silke Schmidt aus Fleestedt (Landkreis Harburg). Die Busse seien fast immer völlig überfüllt und führen zudem oft Umwege, um möglichst viele Schüler einsammeln zu können. „Liebe Eltern, denkt nach, ob Euer Kind nicht selbstständig genug ist, den Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu bestreiten“, erklärt Silke Schmidt. „Aber, lieber Landkreis und liebe Schulen: Findet Lösungen, die Eltern nicht dazu zwingen, ihre Kinder selbst zur Schule zu bringen.“
• Die Stadt Buchholz könne selbst mehr dafür tun, dass Schüler den Schulweg selbstständig meistern können, findet Christiane Renken aus Buchholz. „Für Schüler, die aus Richtung Sprötze zum Schulzentrum am Kattenberge unterwegs sind, ist die Fahrt mit dem Rad, insbesondere im Winter bei Eis und Schnee, eine echte Herausforderung“, so Christiane Renken. Die Räumpflicht der Radwege in diesem Bereich werde, wenn überhaupt, erst im Laufe des Vormittags nachgekommen. „Hier sollten die Verantwortlichen ihre Hausaufgaben machen und Schüler als Verkehrsteilnehmer ernst nehmen“, erklärt Christiane Renken.
• „Kurze Strecken können und sollten die Schüler alleine gehen und fahren“, schreibt Antje Funck aus Drochtersen-Hüll (Landkreis Stade). Gerade im ländlichen Bereich sei das Elterntaxi manchmal jedoch nicht zu vermeiden: „Besonders für die Oberstufe gelten andere Unterrichtszeiten, als die Schülerbeförderung abdeckt.“
• „Wir möchten den betroffenen Eltern Mut machen, sich nicht von Lehrern einschüchtern zu lassen, die selbst mit eigenem Pkw zur Schule fahren, um ihren eigenen Arbeitsweg und Arbeitstag beträchtlich zu verkürzen“, schreiben Ljiljana und Günter Huhle aus Seevetal. Es sollte Aufgabe der Schule sein, Werte wie Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Solidarität zu vermitteln und Mitmenschen, die keine optimalen Lebensverhältnisse vorfinden, zu unterstützen. Stattdessen würden Schüler mit kurzen Schulwegen instrumentalisiert, Mitschüler zu verspotten, die unangemessene Schulwege haben.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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