Eine gefährliche Kreuzung

Ein Wunder, dass hier noch nicht mehr passiert ist: Unfall auf Buchholz' gefährlichster Kreuzung Hamburger Straße/Nordring
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Verkehrsknoten Hamburger Straße/Nordring in Buchholz: Seit 20 Jahren dulden die Behörden einen untragbaren Zustand


rs. Buchholz. Ein schwerer Unfall auf der Kreuzung Hamburger Straße/Nordring in Buchholz am vergangenen Freitag wirft die Frage auf: Nach welchen Kriterien sichert die zuständige Kreisbehörde Verkehrsknotenpunkte? Während an vielen Stellen im Kreis selbst einfache Straßeneinmündungen per Lichtzeichen geregelt sind, verlangt man dem Autofahrer an der Nordring-Kreuzung nicht nur Reaktionsvermögen, sondern auch Optimismus ab: Motto: "Es wird schon gutgehen."
Spätestens nach dem Bau des Fachmarktzentrums am Nordring und der Fertigstellung der "Märchensiedlung" am Buenser Weg hat sich das Verkehrsaufkommen an der Gefahren-Kreuzung vervielfacht. Die vorhandene Fußgängerampel löst die Probleme nicht, sondern verkompliziert die Situation noch.
Doch der Landkreis und die Stadt Buchholz bleiben untätig, berufen sich seit 20 Jahren auf die bevorstehende Realisierung des Ostrings. Damit einhergehend wolle man auch die Kreuzungsproblematik am Nordring lösen. Betroffene fragen sich allerdings: Was spricht dagegen, hier sofort einen Kreisverkehr zu bauen? An fehlenden Mitteln sollte es nicht liegen.
Gerade will der Kreis in Meckelfeld mit großem Aufwand eine funktionierende Ampel-Kreuzung so umgestalten, dass dem Autofahrer jede Eigenverantwortung abgenommen, und der Verkehrsfluss mit Sicherheit behindert wird.
Und in Buchholz, nur 500 Meter weiter in Richtung Innenstadt, an der Einmündung der Berliner Straße in die Hamburger Straße, hat die zuständige Kreisbehörde vor wenigen Jahren für ganz viel Geld ebenfalls eine völlig überflüssige Verkehrsfluss-Verhinderungsampel aufgestellt, die in schöner Regelmässigkeit für Megastaus sorgt.
Bleibt zu fragen: Warum läuft das so? Ist alles nur Behörden-Schwerfälligkeit? Oder gibt es Kräfte bei Kreis und Stadt, die in Buchholz Verkehrs-Chaos, Stau und eine gefährliche Kreuzung seit Jahren in Kauf nehmen, nur um mehr Akzeptanz für den Bau einer Umgehungsstraße zu erreichen. "Das wäre ja pervers", reagiert ein im Stau stehender Autofahrer auf diesen Verdacht. Der Mann hat recht.

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Autor:

Reinhard Schrader aus Buchholz

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