Verbesserung der Tageseinsatzbereitschaft
Freiwillige Feuerwehren Buchholz: Satelliten sind die Hoffnung

Im Juni waren die Feuerwehrleute tagsüber bei diesem Brand an der Steinbecker Straße gefordert. Die Retter hatten das Feuer schnell unter Kontrolle
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os. Buchholz. Auf die fünf Freiwilligen Feuerwehren in Buchholz ist stets Verlass. Statistisch rücken die Retter an jedem Tag zu 1,3 Einsätzen aus. "Unser größtes Problem ist die Tageseinsatzbereitschaft. Hier könnten wir besser aufgestellt sein", sagt Stadtbrandmeister André Emme (49) im Gespräch mit WOCHENBLATT-Geschäftsführer Stephan Schrader und Redaktionsleiter Oliver Sander.
Weil viele Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren außerhalb von Buchholz arbeiten, gibt es bei Einsätzen in der Zeit zwischen 6 uns 18 Uhr an manchen Tagen Engpässe. "Wir steuern mit sogenannten Satelliten gegen, könnten aber weitere Hilfe am Tag brauchen", betont Emme. Satelliten sind Mitglieder anderer Feuerwehren, die in Buchholz arbeiten und tagsüber zu Einsätzen im Stadtgebiet mit ausrücken. Wer als "Satellit" bei einer der Freiwilligen Feuerwehren tätig werden und die Tagesbereitschaft verstärken möchte, kann sich an Stadtbrandmeister André Emme (stadtbrandmeister@feuerwehrbuchholz.de) oder seinen Stellvertreter Christian Matzat (stadtbrandmeisterv@feuerwehrbuchholz.de) wenden. In der Zeit zwischen 18 Uhr und 6 Uhr morgens habe man keine Probleme, die Einsatzfahrzeuge zu besetzen, betont der Stadtbrandmeister.
Ein weiteres großes Problem ist die Erreichbarkeit des Feuerwehrhauses an der Bendestorfer Straße im Osten von Buchholz. "Wenn wir eine Umgehungsstraße hätten, könnten wir deutlich schneller am Feuerwehrhaus und an den Einsatzstellen sein", erklärt Emme. Am Tag unterstütze derzeit die Feuerwehr Sprötze die Buchholzer Kameraden.
Personell und technisch sieht Emme die Freiwilligen Feuerwehren weitgehend gut aufgestellt. 280 aktive Mitglieder versehen ihren ehrenamtlichen Dienst, hinzu kommen 85 Jugendliche und 85 Alterskameraden. Mittlerweile hat die Feuerwehr zwei hauptamtliche Gerätewarte, die bei der Stadt Buchholz angestellt sind.
Im Jahr 2020 wird es maßgeblich um die Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplans gehen. Bereits beschlossen ist der Umzug des Feuerwehrhauses in Sprötze, das etwas näher an die Kernstadt rückt. Stadtbrandmeister Emme rechnet damit, dass Mitte des Jahres das komplette Konzept mit den zukünftigen Standorten aller Feuerwehrhäuser in Buchholz vorliegt. Dieses Konzept muss wegen des Wegfalls des Mühlentunnelneubaus noch einmal überarbeitet werden. Emme lobt in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehren, Stadtverwaltung und Lokalpolitik: "Das Thema Feuerwehr kann man nur gemeinsam voranbringen."
André Emme hofft, dass im Jahr 2020 auch das Thema Aufzug an der Wohlaubrücke am Buchholzer Bahnhof geklärt wird. Hintergrund: Oft werden die ehrenamtlichen Helfer alarmiert, wenn Personen im Aufzug feststecken. Der am häufigsten betroffene Aufzug zu den Gleisen 3 und 6 liegt im Zuständigkeitsbereich der Deutschen Bahn. Emme: "Das Thema nervt uns sehr, zumal wir Ehrenamtlichen uns nicht als Dienstleister für die Bahn missbrauchen lassen wollen." Das sagt die Deutsche Bahn (os). Im Jahr 2019 kam es in dem Fahrstuhl an der Wohlau-Brücke, der in Zuständigkeit der Deutschen Bahn liegt, zu 49 Störfällen. Dabei mussten 18 Personen befreit werden, erklärt eine Bahnsprecherin.
Bei Störfällen werde der Interventionspartner, die Firma Bosch sowie deren "Nachunternehmen", alarmiert. Sollte Bosch länger als 30 Minuten benötigen und Personen gefährdet sein, werde die Feuerwehr zur Befreiung dazugerufen.
Bei einer gründlichen Überprüfung des Aufzugs seien defekte Bauteile festgestellt worden, die jüngst eingebaut wurden. "Seitdem wurden keine Störungen verzeichnet", erklärt die Bahnsprecherin. Es sei geplant, die Anlage im Laufe des Jahres 2020 zu tauschen. Fahrgäste könnten sich jederzeit über die App "barrierefrei" oder über www.bahnhof.de über die Verfügbarkeit der Aufzüge informieren.

Im Juni waren die Feuerwehrleute tagsüber bei diesem Brand an der Steinbecker Straße gefordert. Die Retter hatten das Feuer schnell unter Kontrolle
Stadtbrandmeister André Emme

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